Firmeninsolvenzen steigen in ersten elf Monaten 2012 um 9%

No money

Zürich – Die Zahl an Konkursen in der Schweiz hat weiter zugenommen: Insgesamt mussten in den ersten elf Monaten des Jahres 6’308 Firmen Konkurs anmelden. Das entspricht einem Plus von 9% gegenüber der Vorjahresperiode, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Dun & Bradstreet (D&B) in seiner monatlich publizierten Konkursstatistik festhält.

In der Erhebung wird unterschieden zwischen Firmen, die wegen Zahlungsunfähigkeit bankrott gingen und Insolvenz anmelden mussten und Gesellschaften, die gemäss Schweizer Obligationenrecht keine rechtmässige Organisationsstruktur aufweisen. Letztere werden aufgelöst, ohne dass eine Zahlungsunfähigkeit vorliegt. In den ersten elf Monaten 2012 waren 4’139 Firmen, also rund zwei Drittel aller Konkurse, von Insolvenz betroffen (+6%). 2’169 Gesellschaften wurden wegen Organisationsmängeln gelöscht (+15%).

Mehr Insolvenzen in der Genferseeregion
Massiv mehr «echte» Konkurse wurden in der Genferseeregion festgestellt. Die Zahl der Firmenpleiten nahm im Zeitraum von Januar bis November um deutliche 24% auf 1’095 zu. Einen leichten Anstieg gab es in der Ostschweiz (+2%), in der Nordwestschweiz (+3%) sowie in Zürich (+5%). Im Espace Mittelland sowie in der Zentralschweiz blieb die Zahl der zahlungsunfähigen Firmen auf Vorjahresniveau.

Die einzige Region, die seit Januar weniger Pleiten verzeichnen konnte, war das Tessin. Dort sank die Zahl der Insolvenzen um 11% auf 260 Fälle.

Neugründungen stagnieren
Während die Insolvenzen zunahmen, stagnierten die Neugründungen. Gesamtschweizerisch wurden in den ersten elf Monaten des laufenden Jahres 35’525 Unternehmen neu ins Handelsregister eingetragen. Einen Gründungsboom erlebte der Kanton Tessin. Hier stieg die Zahl neu eingetragener Firmen um 20% auf 2’500 Neugründungen in elf Monaten.

Die absolut betrachtet höchste Zahl an Firmenneugründungen erfolgte mit 7’595 in der Genferseeregion (-4%), gefolgt von Zürich (6’064; -4%), dem Espace Mittelland (5’674; unverändert), der Zentralschweiz (5’242; +1%), der Ostschweiz (4’543; unverändert) und der Nordwestschweiz (3’907; +1%). (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.