Frühlingsbeginn bringt leicht höhere Mietpreise

Miete
(Foto: eccolo - Fotolia.com)

Flamatt – Der März sorgte erstmals seit Jahresbeginn für höhere Mietpreise. Die Angebotsmieten sind im vergangenen Monat um 0,6 Prozent gestiegen. Dies weisen die aktuellen Zahlen des Swiss Real Estate Offer Index aus. Auch Eigentumswohnungen sind mit 0,4 Prozent leicht teurer. Bei Einfamilienhäusern gab es hingegen keine Preisveränderung.

Der Frühlingsstart lässt neben den Temperaturen auch die Mietpreise leicht steigen: Mit einer Zunahme von 0,6 Prozent sind die Angebotsmieten in der Schweiz erstmals seit Jahresbeginn wieder teurer geworden. Für eine Wohnung mit einer Fläche von 100 Quadratmeter wird aktuell rund 2’152 Franken Monatsmiete verlangt. Dies zeigt der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erhobene Swiss Real Estate Offer Index. Auch wenn sich die Mietpreise im März leicht erhöht haben, hat sich die Situation für Wohnungssuchende nicht spürbar verschlechtert: Die Angebotsmieten sind im laufenden Jahr insgesamt konstant geblieben. Beim direkten Vergleich mit dem Vorjahr ergibt sich sogar ein deutliches Minus von 1,5 Prozent.

Je nach Landesteil weicht die Mietpreisentwicklung wie gewohnt von den schweizweiten Durchschnittswerten ab. So haben die Angebotsmieten in der Zentralschweiz (+1,3 Prozent) und in der Region Zürich (+1,1 Prozent) weit stärker zugelegt als in der Ostschweiz (+0,4 Prozent) und in der Genferseeregion (+0,3 Prozent). Im Tessin haben die Mietpreise hingegen mit einem Minus von 1,7 Prozent klar nachgelassen.

Trotz dieser kurzfristigen Bewegungen dürfen Wohnungssuchende in den kommenden Monaten abseits der grossen Zentren mit konstanten oder sogar sinkenden Mieten rechnen. «Denn obwohl in vielen Regionen erhöhter Leerstand und damit ein Überangebot herrscht, bleibt die Attraktivität von Immobilien im Vergleich zu anderen Anlagen ungebrochen», kommentiert Martin Waeber, Director von ImmoScout24, die aktuelle Lage. Auch die jüngsten Entscheide wichtiger Notenbanken zeigen, dass die Leitzinsen auf tiefem Niveau verharren – in der Schweiz sogar im Minusbereich. «Dies bewirkt, dass sich mit vielen traditionellen Anlagen derzeit kaum Geld verdienen lässt», so Waeber. Mehrfamilienhäuser generieren im Vergleich dazu eine noch immer beachtliche Rendite. Die erhöhte Nachfrage der Investoren treibt die Bereitstellung von Mietwohnungen an und erweitert das Angebot. «Der Druck auf die Preise bleibt folglich hoch – zum Vorteil der Mieter», prognostiziert der Immobilienexperte.

Doch auch für angehende Eigenheimbesitzer haben die Tiefzinsen Vorteile: Die Finanzierung von Wohneigentum ist im März erneut günstiger geworden, die Zinsen von zehnjährigen Festhypotheken haben ein Rekordtief erreicht. «Kaufen ist attraktiver als Mieten, wenn man die Finanzierungsbedingungen zu erfüllen vermag», erklärt Martin Waeber.

Auch Eigentumswohnungen werden leicht teurer
Die Angebotspreise für Stockwerkeigentum weisen im März ebenfalls einen leichten Zuwachs von 0,4 Prozent aus. Ein Quadratmeter Nettowohnfläche einer typischen Eigentumswohnung kostet damit rund 7’168 Franken. Keine Preisveränderung zeigt sich hingegen bei den Einfamilienhäusern. Der verlangte Quadratmeterpreis liegt hier wie bereits im Vormonat bei rund 6’315 Franken. (ImmoScout24/mc/ps)

Der Swiss Real Estate Offer Index wird auf den Webseiten von ImmoScout24 und der IAZI AG publiziert.

www.immoscout24.ch/immobilienindex
www.iazi.ch/angebotsindizes

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