Führungskräfte können Wandel zu wenig voranbringen

Stefan Steger
Stefan Steger, Managing Director von Korn Ferry Schweiz. (Foto: Korn Ferry)

Stefan Steger, Managing Director Schweiz Korn Ferry. (Foto: Korn Ferry)

Zürich – Der Personalberater Korn Ferry identifiziert in einer Studie die Fähigkeit, Wandel zu gestalten als wichtigste Eigenschaft von heutigen Führungskräften. Doch: Nur 17 Prozent der befragten Top-Kader sind der Überzeugung, dass ihre Führungskräfte die notwendigen Eigenschaften auch mitbringen.

An der aktuellen Studie von Korn Ferry zum Thema „Real World Leadership“ nahmen im Sommer 2015 insgesamt 7‘500 Führungskräfte aus 107 Ländern teil. Davon waren 26 Prozent Vertreter von Verwaltungsräten, 31 Prozent Executive-, Senior- oder Vice President, 27 Prozent CEO/Direktor und 16 Prozent stammten aus der nachgelagerten Ebene. Diese Führungskräfte gaben an, dass die bedeutendste Anforderung an heutige Führungskräfte sei, Wandel und Veränderung voranzubringen. Dies vor allem im Kontext globaler Megatrends wie der Globalisierung, demographischen Veränderung und zunehmenden Digitalisierung. Doch viele Unternehmen zweifeln, ob ihre Kaderpersönlichkeiten über die richtigen Eigenschaften verfügen, um Wandel auch wirklich voranzubringen:

  • Nur 17 Prozent der Befragten sind der vollen Überzeugung, dass ihre Führungskräfte die notwendigen Eigenschaften mitbringen.
  • Mehr als die Hälfte (56 Prozent) hat angegeben, die Führungskräfte hätten teilweise die notwendigen Kompetenzen.
  • 27 Prozent sind entweder unsicher oder glauben nicht, dass ihr Management mit den Veränderungen der heutigen Zeit adäquat umgehen kann.

Top-Prioritäten erfordern zentrale Management Skills
Als wichtigste Punkte auf der Agenda im Top-Management wurden angegeben, die Innovationsgeschwindigkeit im Unternehmen zu erhöhen, die Profitabilität im Unternehmen zu verbessern und eine Steigerung des organischen Wachstums zu erreichen. „Natürlich müssen die Profile der Führungskräfte mit den Zielen der Business Strategie übereinstimmen, um diese umzusetzen. Viele Unternehmen haben erkannt, dass sie nun handeln müssen und gezielter in die Entwicklung ihrer Führungskräfte investieren sollten,“ sagt Stefan Steger, Managing Director von Korn Ferry Switzerland. In der Tat sind viele mit den jetzigen Entwicklungsprogrammen unzufrieden.

Fast die Hälfte (48 Prozent) der heutigen Inhalte dieser Programme sehen die Teilnehmenden als überflüssig an. 55 Prozent der Befragten sehen den Output des eingesetzten Budgets nur als ausreichend, mangelhaft oder sogar schlecht an. (Korn Ferry/mc/ps)

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