Golf-Börsen starten mit Schwung ins zweite Halbjahr

Auf dem Parkett an der Börse in Kuwait.

So viele Spendierhosen tummelten sich an Arabiens Märkten schon lange nicht mehr. Nach einem miserablen ersten Halbjahr 2011 infolge der Unruhen im MENA-Raum verbuchten die Aktienindizes in den ersten Julihandelstagen robuste Gewinne, wenn auch bei niedrigen Handelsumsätzen. Die fünfte EU-Kredittranche in Höhe von 12 Mrd. Euro zur Rettung Griechenlands kommt auch bei den Anlegern am Golf gut an, die bevorzugt bei Immobilientiteln, Finanzwerten und Petrochemie-Aktien zugreifen.

Nicht alle Blue Chips ziehen mit
Am Dubai Financial Market (DFM) schoss Bauriese Emaar seit Anfang Juli um über 6% in die Höhe. Zulegen konnte im selben Zeitraum auch Telekomanbieter Du (plus 4,5%), nachdem er einen Dreimilliarden-Dirham-Kredit (817 Mio. Dollar) an allle 16 Gläubigerbanken pünktlich zurückzahlte – was in Dubai in der Post-Finanzkrisenära schon eine kleine Sensation darstellt. Nicht vom Fleck kommt Dubais Hafenbetreiberin DP World an der Nasdaq Dubai. Trotz ihres Dual-Listings an der Londoner Börse LSE vom 1. Juni pendeln DP World-Papiere seit Wochen lustlos zwischen 12 und 13 Dollar herum.

Riad und Abu Dhabi relativ stabil
In Saudiarabien erholte sich der Petrochemiekonzern Sabic von der Herabstufung der Credit Suisse von «outperform» auf «neutral» und kletterte von 100 auf 106 Saudi Riyal. Der DFM verlor in den ersten sechs Monaten 6,97%, Kuwait über 10%. Der Aktienmarkt-Index der Börse Kairo, die nach dem Sturz Husni Mubaraks fast zwei Monate lang den Handel einstellen musste, brach wegen der post-revolutionären Wirtschaftskrise von Januar bis Ende Juni um 26% ein, zeigt aber seit Mitte Juni Tendenzen der Stabilisierung. «Beste» Märkte im ersten Halbjahr waren in den GCC-Staaten die Börsen Riad, Saudiarabien, und Abu Dhabi mit einem Minus von 0.68%, respektive einem halben Prozentpunkt Verlust.

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