Immer mehr Einfamilienhäuser im Luxussegment zum Verkauf

Wohnung
(Foto: Pixabay)

Zürich – Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser haben im April um 5,7 Prozent zugelegt. Dies zeigt der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI AG erhobene Swiss Real Estate Offer Index. Der Anstieg ist vor allem auf eine starke Zunahme der Anzahl inserierter Luxus-Einfamilienhäuser zurückzuführen.

„Im April hat sich das Angebot an Luxusobjekten bei den Einfamilienhäusern auf der Immobilienplattform ImmoScout24 im Vergleich zum Vormonat März mehr als verdoppelt“, sagt Philippe Sormani, Partner und Verwaltungsratspräsident der IAZI AG. Dies führt ab Mitte April zu einem sichtbaren Indexanstieg in dieser Kategorie – wobei die Standardobjekte, die ebenfalls in die Indexberechnung einfliessen, nicht von der überproportionalen Zunahme betroffen sind.

Auch Verkauf von Luxusimmobilien immer häufiger auf digitalen Kanälen
Gemäss Martin Waeber, Director ImmoScout24, wurden Immobilien im Luxussegment früher hauptsächlich ohne Anzeigenschaltung und ausschliesslich über einen Makler gehandelt. „Heute verschiebt sich das Angebot auch in diesem Bereich immer mehr auf die digitalen Kanäle, was sich auf immoscout24.ch deutlich wiederspiegelt“, kommentiert Waeber die aktuelle Entwicklung. Wie nachhaltig diese Zunahme bei den Luxusobjekten sei, müsse sich allerdings noch weisen. Auf Jahresbasis betrachtet, betrug der Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern 4,6 Prozent.

Stockwerkeigentum leicht teurer – Angebotsmieten günstiger
Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen sind im April gegenüber dem Vormonat März um 0,2 Prozent gestiegen. Damit beläuft sich der Quadratmeterpreis in dieser Eigentumskategorie auf rund 7150 Franken. Schweizweit bedeutet dies auf Jahresbasis einen Anstieg von 0,5 Prozent. Seit Beginn der Indexberechnung Anfang 2011 zeigt sich ein Plus von 22,8 Prozent.

Leicht tiefere Mieten
Die Mieten sind im Zeitraum April mit einem Minus von 0,9 Prozent leicht zurückgegangen. Dabei waren die Grossregionen Zürich mit einem Plus von 0,1 Prozent und die Nordwestschweiz, deren Niveau unverändert ist, die einzigen Regionen ohne ein negatives Vorzeichen. Die Genferseeregion mit einem Minus von 1,7 Prozent führt neben dem Tessin, das traditionell immer starken Schwankungen unterliegt, die Negativliste an.

Mit Blick auf die weitere Entwicklung im Schweizer Immobilienmarkt bleibt gemäss Martin Waeber abzuwarten, wie sich die Zinsen in USA und noch wichtiger, in Europa, weiter entwickeln. Von der Europäischen Zentralbank wurde in den letzten Tagen ein neuerliches Festhalten an der Tiefzinspolitik beschlossen. „Eventuell wird die Wahl des neuen französischen Präsidenten nächste Woche die Richtung für die nahe Zukunft vorgeben“, so Waeber. Neben der Zins- und Wechselkursentwicklung könnte dies auch für die Immobilienwirtschaft in der Schweiz richtungsweisend sein. (mc/pg)

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