Integrated Planning Studie von BearingPoint: Planung in Unternehmen ist essenziell, aber nur selten integriert
Zürich – Eine neue europaweite BearingPoint-Studie zeigt: Organisationen sehen Planung als entscheidend an, haben aber oft Schwierigkeiten, Prozesse, Systeme und Entscheidungsfindung funktionsübergreifend zu integrieren.
Planung ist für Unternehmen aller Branchen zu einer strategischen Priorität geworden. Getrieben wird diese Entwicklung durch dynamische Märkte mit andauernden kurzfristigen Störungen der Geschäftstätigkeiten und Lieferketten, die wesentlich mehr Transparenz und schnellere Anpassungsfähigkeit erfordern. Dennoch fällt es den meisten Organisationen weiterhin schwer, Planung in eine integrierte Umsetzung zu überführen.
Eine neue Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt eine wachsende Kluft zwischen Anspruch und Realität. Während 95 Prozent der Befragten Planung als essenziell für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit betrachten, geben lediglich 8 Prozent an, über einen vollständig integrierten Planungsprozess zu verfügen, der Vertrieb, Operations und Finanzen verbindet. In der Praxis planen die meisten Unternehmen weiterhin in Silos – mit negativen Auswirkungen auf Transparenz, Agilität und die Qualität von Entscheidungen.
«Integrierte Planung bringt Strategie, operatives Geschäft und finanzielle Steuerung zusammen und schafft so eine solide Grundlage für bessere Entscheidungen, mehr Resilienz und nachhaltigen Erfolg», erklärt Thea Caminada, Partnerin Finance & Regulatory bei BearingPoint.
Fragmentierte Planung bremst Unternehmen aus
Die Studie von BearingPoint zeigt, dass Planung längst nicht mehr als reine Backoffice‑Funktion betrachtet wird. Sie wird zunehmend als Treiber für Effizienz, Risikomanagement und langfristige Wertschöpfung gesehen. Dennoch verhindern fragmentierte Prozesse, schwache bereichsübergreifende Zusammenarbeit und uneinheitliche Governance weiterhin, dass Unternehmen dieses Potenzial vollständig ausschöpfen. Rund 70 Prozent der Unternehmen verlassen sich nach wie vor auf informelle Abstimmungen oder voneinander getrennte Prozesse, anstatt auf eine strukturierte, integrierte Geschäftsplanung.
Auch der technologische Reifegrad verstärkt diese Herausforderungen. Veraltete und fragmentierte IT‑Landschaften bleiben ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zu exzellenter Planung. Nur 14 Prozent der befragten Unternehmen geben an, über eine weitgehend oder vollständig integrierte Tool‑Landschaft zu verfügen, während nahezu die Hälfte weiterhin stark von Tabellenkalkulationen oder manuellen Lösungen abhängig ist. Eine unzureichende Systemintegration führt zu Dateninkonsistenzen, manuellen Umgehungslösungen und eingeschränkter Skalierbarkeit, insbesondere in volatilen Marktumfeldern.
Unternehmen möchten in Planungslösungen investieren
Trotz der Verfügbarkeit bewährter Planungsmethoden wie Rolling Forecasts, Szenarioplanung sowie kapazitätsgebundener und -ungebundener Planung bleibt deren Verbreitung begrenzt. Weniger als ein Drittel der Befragten nutzt Rolling Forecasts, und mehr als die Hälfte integriert operative und finanzielle Planungsergebnisse nicht miteinander. Entsprechend sehen 56 Prozent der Unternehmen erheblichen Verbesserungsbedarf bei ihren Planungsergebnissen, und nur 8 Prozent sind vollständig zufrieden mit ihrem aktuellen Planungsansatz.
Gleichzeitig beginnen Unternehmen jedoch zu reagieren: Zwei Drittel der Befragten möchten innerhalb der nächsten fünf Jahre in neue oder modernisierte Planungslösungen investieren, wobei das Interesse an KI‑gestützter Prognosetechnologie, Advanced Analytics und cloudbasierten Planungssystemen deutlich wächst. Diese Investitionen zeigen klar, dass integrierte, technologiebasierte Planung als entscheidend angesehen wird, um in einem zunehmend komplexen und unsicheren Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.
Grafik: Zwei Drittel der Unternehmen wollen in neue Planungstools investieren

«Die Schliessung von Integrationslücken, die konsequente Verankerung von Best Practices und Investitionen in moderne Planungsplattformen ermöglichen es Unternehmen, sich von einer reaktiven und fragmentierten Planung hin zu einem resilienten, integrierten Planungsmodell zu entwickeln, das strategischen Mehrwert sowie auch signifikante finanzielle Vorteile liefert. Denn wir sehen immer mehr, dass eine optimierte Planung bei Geschäftstransformationen viel zum Erfolg beiträgt», resümiert Dr. Frank Tiefenbeck, Partner bei BearingPoint Deutschland. (BearingPoint/mc/ps)
Über die Studie
Die Studie basiert auf einer Befragung von 193 Führungskräften und Senior Professionals aus sieben europäischen Ländern und acht Branchen, darunter Automobilindustrie, Industrieprodukte, Konsumgüter, Life Sciences, Einzelhandel, Banken, Chemie und Versicherungen. Die Teilnehmenden vertreten zentrale Unternehmensfunktionen wie Finanzen, Operations, Supply Chain und Einkauf.
Die vollständige Studie steht hier zum Download bereit: https://www.bearingpoint.com/de-de/downloadformular/?item=51918&module=