Intershop steigert Gewinn im Halbjahr um ein Fünftel

Intershop steigert Gewinn im Halbjahr um ein Fünftel
(Foto: Intershop)

Zürich – Die Intershop Holding hat im ersten Halbjahr zwar den Einfluss der Coronapandemie gespürt. Dennoch konnte die Immobilienfirma den Gewinn unter anderem dank des Verkaufs einer Wohnliegenschaft um ein Fünftel steigern. Für das laufende Jahr zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich und geht von einem guten Jahresabschluss aus.

Der Einfluss der Pandemie auf den Vermietungsmarkt sei auch im abgelaufenen Halbjahr spürbar gewesen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Nettoliegenschaftsertrag ging auf 33,5 Millionen Franken (Vorjahreszeitraum 35,3 Mio.) zurück. Vor allem Büromieter hätten sich abwartend verhalten, da der zukünftige Flächenbedarf zurzeit nur schwer abzuschätzen sei. Zudem habe Intershop direkt vom zweiten Lockdown betroffenen Mietern Mieterlasse von rund 0,4 Millionen Franken gewährt.

Der Leerstandsabbau gestalte sich langwieriger als erwartet. Die Leerstandsquote der Renditeliegenschaften erhöhte sich im ersten Semester um 0,5 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent. Dies sei im wesentlichen aber auf Sanierungen zurückzuführen. Daher könnten leerstehende Flächen bis auf weiteres nicht vermietet werden und auch die Neu- und Wiedervermietung einer Wohnüberbauung in Basel werde erst nach Abschluss der Bauarbeiten 2023 Wirkung zeigen.

Gewinn aus Verkauf von Wohnungen
Dagegen habe Intershop vom anhaltenden Interesse an Wohneigentum profitiert. Aus dem Verkauf der Eigentumswohnungen an der Gellertstrasse in Basel sowie der Auflösung von Rückstellungen für Gewährleistungen früherer Verkäufe resultierte ein Erfolgsbeitrag von 17,7 Millionen Franken.

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg auf 52,4 Millionen Franken (46,1 Millionen). Unter dem Strich stand ein Gewinn von 40,9 Millionen (33,9 Millionen).

Derzeit bestehe das Portfolio aus 52 Liegenschaften. Davon entfallen 48 Prozent auf Büros und Bildungswesen, 32 Prozent auf Gewerbe und Logistik sowie 7 Prozent auf Detailhandel und Gastronomie. Der Marktwert stieg laut Intershop zum Ende der Berichtsperiode um 6,2 Millionen Franken auf 1,35 Milliarden Franken.

Zuversichtlich für 2021 mit Einschränkungen
Für den weiteren Jahresverlauf gibt sich Intershop zuversichtlich. Die laufenden Projektentwicklungen verliefen im Berichtssemester weitgehend planmässig. Sofern das Pandemiegeschehen das zweite Semester nicht unerwartet negativ beeinflusse, erwartet Intershop erneut einen guten Jahresabschluss, der die Beibehaltung der attraktiven Dividendenpolitik ermöglichen sollte.

Das Unternehmen rechnet mit einer Reduktion der Leerstandsquote per Ende Jahr auf leicht unter 11 Prozent. Der Mietertrag sollte im nächsten Jahr wieder ansteigen. (awp/mc/ps)

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