IWF ermahnt die Banken in Kuwait

IWF ermahnt die Banken in Kuwait

Die berühmten Wassertürme von Kuwait City, das Wahrzeichen in dem Ölstaat.

Washington – Der Internationale Wärungsfonds (IWF) hat die Zentralbank und den Finanzsektor von Kuwait ermahnt, ihre Standards im Kampf gegen Geldwäscherei zu erhöhen. Andernfalls könne das Land von Straftätern leichter als die anderen Golfstaaten genutzt werden, um Gelder aus kriminellen Transaktionen zu verstecken oder gar zu waschen.

Zwar gebe es bislang keine Hinweise auf umfangreiche Geldwäscherei-Aktivitäten in Kuwait, so der IWF. Aber als Nachbarstaat des instabilen Irak sei Kuwait exponiert für grenzüberschreitenden Schmuggel. Ausserdem hätten sich Korruption in der Regierung und in der Privatwirtschaft in den letzten Jahren gehäuft. Neun Zehntel der kuwaitischen Staatseinnahmen stammen aus dem Erdölexport.

Gute Noten für Katar und die VAE
Laut Transparency International, die das weltweite Klima für Korruption misst, rangiert Kuwait mit 4,5 Punkten (10 = am wenigsten korrupt, 0 = sehr korrupt) am unteren Ende auf dem „Internationalen Korruptions- oder Bestechlichkeitsindex 2010“ innerhalb der Golfstaaten.

In der Korruptions-Weltrangliste belegt Kuwait Platz 54, die Schweiz kommt mit dem Wert 8,7 auf Rang 8. Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erhalten von der Organisation 7,7 respektive 6,3 Zähler. Ein überraschend schlechtes Zeugnis erhält von Transparency International der grösste Golfstaat Saudi-Arabien in dem Ranking: mit nur 4,7 Punkten rangiert er nur knapp über Kuwait.

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