JLL: Ausblick Schweizer Immobilientransaktionsmarkt 2021

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(Photo by EJ Yao on Unsplash)

Zürich – JLL hat zu Beginn des Jahres 2021 eine Umfrage unter den grössten und in der Schweiz aktivsten Immobilieninvestoren durchgeführt, um empirisch zu erheben, welche Erwartungen an das Jahr 2021 gestellt werden. Die Ergebnisse zeigen, wie sich die Mehrheit der am Markt aktiven Akteure im aktuellen Investitionsmarktumfeld verhalten möchte und inwiefern sich die aktuelle COVID-19-Situation auf den Immobilientransaktionsmarkt auswirken wird.

Fragen zur individuellen Markteinschätzung, zum Akquisitions- und Devestitionsverhalten, zur Zahlungsbereitschaft und den derzeit favorisierten Immobilienanlagen sind Kernthemen der Untersuchung.

Methode der Umfrage
Befragt wurden Immobilieninvestoren, die in der Schweiz im professionellen Segment Immobilienbestände halten und am Schweizer Markt aktiv als Investoren auftreten. Die Antworten wurden pro Investor nur einmal erhoben und von den jeweils zuständigen SeniorAkquisitions-Managern oder Anlageverantwortlichen abgegeben. Insgesamt haben 90 Investoren mit ihren Gesellschaften an der Umfrage teilgenommen, die selbst oder mit ihren Anlagevehikeln in der Summe einen direkten Schweizer Immobilienbesitz von rund CHF 251 Mrd. halten. Unter der Annahme, dass alle in der Schweiz direkt gehaltenen Anlageimmobilien sich auf ein Gesamtvolumen von rund CHF 320 Mrd. summieren, deckt die Umfrage rund 78% des Gesamtmarktes ab und ist damit sehr repräsentativ.

Für die Auswertung werden die Antworten der Umfrageteilnehmer gleich gewichtet, unabhängig von der Grösse der Institution, die sie vertreten. Bei wenigen Fragen waren die kapitalgewichteten Ergebnisse (d.h. die Meinungen grosser Investoren mit mehr Immobilienvermögen haben ein höheres Meinungsgewicht) unterschiedlich. In diesen Fällen wird darauf im erläuternden Text separat Bezug genommen.

Lediglich moderates Wirtschaftswachstum erwartet
Eine Mehrheit von 58% der Umfrageteilnehmer erwartet aufgrund anfänglich noch anhaltenden Herausforderungen im Zusammenhang mit COVID-19 für das aktuelle Jahr ein lediglich moderates Wirtschaftswachstum. 32% der Stimmen sind der Ansicht, dass im Jahr 2021 ein Nullwachstum oder gar ein leicht negatives Wachstum zu erwarten ist. Nur einzelne Investoren rechnen mit kurzfristigen Nachholeffekten und dadurch mit einer starken Wachstumsdynamik. In den Augen der Investoren scheinen gewisse bestehende Einschränkungen noch anzuhalten und die COVID-19 Krise entsprechend noch nicht überwunden zu sein. Die Erwartung der Krisendauer hat einen grossen Einfluss auf das Marktverhalten und zeigt, was die Akteure derzeit antizipieren. Jede unerwartete Verlängerung oder Wiedereinführung von Einschränkungen kann deshalb das Marktverhalten negativ beeinflussen. (JLL/mc/hfu)

Weitere Ergebnisse und vollständige Umfrage…

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