Konsumkreditgesetz: tieferer Maximalzinssatz schadet dem Gewerbe

sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)
sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

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Der Bundesrat will den Maximalzinssatz für Konsumkredite von 15 auf 10 Prozent senken. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv lehnt dies entschieden ab. Mit der Senkung riskiert die Landesregierung einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden. Konsumentinnen und Konsumenten mit höheren potentiellen Ausfallrisiken drohen aus dem Markt ausgeschlossen zu werden, auch wenn sie die gesetzlichen Voraussetzungen für die Aufnahme eines Konsumkredites erfüllen. Der Binnenkonsum droht um mehrere Milliarden Franken einzubrechen.

Der gesetzlich mögliche Maximalzinssatz soll von heute 15 auf neu 10 Prozent gesenkt werden. Das hat zur Folge, dass Konsumentinnen und Konsumenten mit schlechterer Risikoqualität nicht mehr mit Konsumkrediten bedient werden könnten. Das individuelle Kundenrisiko muss sich – gerade auch im Interesse der Konsumenten – im Kreditpreis niederschlagen können. Mit tieferen Maximalzinssätzen ist dies nicht mehr möglich und Kunden drohen aus dem Markt ausgeschlossen zu werden. Ein Teil der heutigen Kunden können künftig nicht mehr bedient werden, wenn der Maximalzinssatz auf 10 Prozent gesenkt wird. Davon wären insbesondere die Autobranche und die Hersteller und Vertreiber beständiger Konsumgüter (z.B. Möbel, Wohnungseinrichtungen, elektronische Geräte etc.) betroffen.

Eine solche gesetzgebungstechnisch herbeigeführte Reduktion des Binnenmarktkonsums ist nicht nur für die betroffenen Branchen, sondern für die ganze Volkswirtschaft sehr schädlich. Als grösster Dachverband der Schweizer Wirtschaft lehnt der Schweizerische Gewerbeverband sgv die Senkung des Maximalzinssatzes auf 10 Prozent entschieden ab. (sgv)

Schweizerischer Gewerbeverband

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