MoneyPark: Sinkende Temperaturen am Zinsmarkt

Stefan Heitmann
MoneyPark-CEO Stefan Heitmann. (Foto: MoneyPark)

Zürich – Zinsseitig wie auch wettertechnisch macht sich in den vergangenen Wochen eine Abkühlung bemerkbar. Die 2-jährigen Festhypotheken fallen gleich um 6 Basispunkte und werden im November wieder günstiger. Ein verhaltener Aufwärtstrend zeigt sich indes am Swap-Markt. Zum Ende des Jahres dürfte die von EZB-Chef Draghi angekündigte Reduktion des Anleiheaufkaufprogramms abermals leichte Bewegung auslösen.

Das Zinstableau zeigt sich weiterhin volatil: Nach dem Aufschwung im September machte sich im Oktober sogleich wieder ein Abschwung bemerkbar. Am stärksten fielen die 2jährigen Festhypotheken, doch auch die mittleren und langen Laufzeiten gaben leicht nach und wurden um 2 Basispunkte günstiger.

Auch die Zinskurve verschob sich im Vergleich zum Vormonat leicht nach unten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zinskurve zwar deutlich an und wurde auch steiler, dennoch ist die Kurve im historischen Vergleich weiterhin flach und die Zinsen auf tiefem Niveau, woran sich, aufgrund der noch immer expansiven Geldpolitik, in nächster Zeit kaum etwas ändern dürfte.

Verhaltener Aufwärtstrend am Swap-Markt
In den letzten Wochen bewegten sich die Swap-Sätze seitwärts. Betrachtet man jedoch die vergangenen zwei Jahre, war dennoch ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen. Dieser Trend könnte durch die Reduktion des Anleiheaufkaufprogramms per Ende Jahr nochmals etwas verstärkt werden.

Fazit: Der Zinsmarkt zeigt sich weiterhin volatil
Weder im Hypothekarzinsmarkt noch am Swap-Markt lässt sich eine konkrete Richtung ausmachen. Die MoneyPark-Experten gehen jedoch davon aus, dass per Ende Jahr mit der Reduktion des Anleiheaufkaufprogramms der EZB noch einmal etwas Bewegung ins Zinstableau kommen wird. (MoneyPar/mc/pg)

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