Obama: «Nie war jemand besser für das Amt qualifiziert als Hillary»

Barack Obama
US-Präsident Barack Obama. (Screenshot C-Span)

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Philadelphia – Am dritten Tag des Parteitages der US-Demokraten hat sich Präsident Obama mit der ganzen Kraft seiner rhetorischen Brillanz für Hillary Clinton ins Zeug gelegt. Am Tag vor der mit Spannung erwarteten «Acceptance Speech» der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin erklärte Obama, Clinton sei besser als andere für den Job im Weissen Haus gerüstet.

Wörtlich sagte der Präsident: «Wer noch nicht an diesem Schreibtisch gesessen hat, der weiss nicht, was es heisst, eine weltweite Krise zu managen oder junge Menschen in den Krieg zu schicken. Hillary war in diesem Raum, sie war Teil dieser Entscheidungen.» Clinton wisse, was die Entscheidungen der Regierung bedeuten für Arbeiter, Senioren, kleine Firmen, Soldaten und Kriegsveteranen. Und wie schon Bill Clinton am Abend zuvor wurde Obama nicht müde zu betonen, Hillary Clinton gebe niemals auf, egal wie gross die Herausforderung sei. «Es gab noch nie jemanden, der für das Präsidentenamt qualifizierter war als sie», rief Obama.

Clinton wird die Nominierung am Donnerstag annehmen
Er lege für Clinton die Hand ins Feuer, weil sie Menschen zuhöre, ruhig bleibe und jeden mit Respekt behandele. «Das ist die Hillary, die ich bewundere.» Nach dem Ende der viel umjubelten Rede Obamas kam die Präsidentschaftskandidatin auf die Bühne, sprach aber nicht zu den Delegierten. Sie wird am Donnerstag zum Parteitag sprechen und die Nominierung offiziell annehmen.

Angriffe auf Donald Trump
Deutlicher als je zuvor kritisierte Obama den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Er warf ihm vor, das Land mit seiner aggressiven Rhetorik zu spalten und gab ihm die Schuld am Klima der Angst, das Amerika seit Monaten fesselt. Trump wette darauf, «dass er nur genügend Leute einschüchtern muss und so am Ende ausreichend Stimmen zusammenbekommt, um die Wahl zu gewinnen.»

Dem stellt er seinen optimistischen Blick auf ein Land im Wandel gegenüber: «Das Amerika, das ich kenne, ist voll von Mut und Hoffnung und Einfallsreichtum.» Stolz stellt sich Obama hinter die Errungenschaften seiner Zeit im Amt; er sieht die Vereinigten Staaten in einem besseren Zustand als noch vor acht Jahren. Ein «hausgemachter Demagoge» wie Trump bedroht in seinen Augen nicht nur die multikulturelle Gesellschaft, für deren Zusammenhalt Obama über zwei Amtszeiten gekämpft hat.

Zuvor hatte der Parteitag offiziell die Nominierung von Tim Kaine als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten angenommen. Kaine, der Senator und frühere Gouverneur des für die Wahl wichtigen Swing States Virginia, war von Hillary Clinton vorgeschlagen worden. (mc/pg)

Hillary Clinton

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