Peach Property verbucht rekordhohe Neuvermietungen

Thomas Wolfensberger
Thomas Wolfensberger, CEO Peach Property. (Foto: Theresa Rothwangl)

Zürich – Die Immobiliengesellschaft Peach Property hat sich im ersten Halbjahr 2022 nach vorläufigen Angaben operativ deutlich verbessert. Die Neuvermietungen stiegen auf einen Rekordwert und die Bewertungen dürften dank Sanierungen ebenfalls zugenommen haben. Die bisherige Prognose für das laufende Jahr wird daher bestätigt.

Im ersten Halbjahr 2022 seien 1800 neue Mietverträge abgeschlossen worden, teilte die auf Mietwohnungen in Deutschland fokussierte Immobilienfirma am Montag mit. Das seien so viele wie noch nie. Der Leerstand sei gegenüber Ende 2021 um rund 0,3 Prozent gesunken.

Gleichzeitig hätten die Mieterträge weiter gesteigert werden können. Die durchschnittliche Neuvertragsmiete liege bei den neuen Verträgen um mehr als 15 Prozent über der durchschnittlichen Bestandsmiete des Peach-Portfolios per Ende 2021. Insgesamt habe die Peach Property Group in den vergangenen sechs Monaten Mietanpassungen für rund 5000 Einheiten vorgenommen.

Sanierungen stärken Bewertungen
Gleichzeitig habe Peach in der Berichtsperiode 1400 Einheiten saniert. Dies lasse eine Erhöhung der Bewertung des Portfolios um drei Prozent erwarten. Der nach EPRA ermittelte Wert der Netto-Sachvermögen werde voraussichtlich über dem Wert von Ende 2021 zu liegen kommen. Zusätzlich sei der der Verschuldungsgrad (LTV) weiter in Richtung der mittelfristigen Zielgrösse von 50 Prozent gesunken.

Neben den operativen Fortschritten im deutschen Portfolio hat die Peach Property Group auch beim einzigen Schweizer Entwicklungsprojekt «Peninsula» in Wädenswil wichtige Meilensteine erreicht. Nach dem Start der Rückbauarbeiten im zweiten Quartal 2022 und Beginn der Beurkundungen im Juli 2022 seien aktuell bereits für 12 der insgesamt 56 geplanten Wohneinheiten Kaufverträge beurkundet worden. Das Verkaufsvolumen betrage mehr als 30 Millionen Franken.

Fortsetzung des aktiven Kapitalmanagements
Das Unternehmen hat zudem im Rahmen eines Rückkaufangebots weitere rund 19 Millionen Euro einer im Februar 2023 fälligen Anleihe zu einem Preis von 94 Prozent vorzeitig zurückgekauft. Damit sinkt der noch ausstehende Betrag auf rund 180 Millionen Euro. Dafür wurde ein Teil der im April 2022 abgeschlossenen Betriebsmittellinie mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro genützt. Insgesamt seien rund 600 Millionen Euro des Portfolios grundpfandrechtlich unbesichert.

Aufgrund der guten Entwicklung aufgrund vorläufiger operativer Kennzahlen im ersten Halbjahr bestätigt Peach Property die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2022: Das Unternehmen erwartet Nettomieteinnahmen von 113 bis 118 Millionen Franken und einem FFO I von 18 bis 21 Millionen Franken. Der FFO (Funds from Operations) ist die für Immobilienfirmen massgebliche Kenngrösse.

Die Peach Property Group veröffentlicht die Halbjahreszahlen am 30. August 2022. (awp/mc/ps)

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