Immobilienkonzern PSP rechnet weiterhin mit guter Nachfrage nach Büroräumen

Giacomo Balzarini
Giacomo Balzarini, CEO PSP Swiss Property. (Foto: PSP/mc)

Zug – Der Immobilienkonzern PSP Swiss Property blickt nach einem Gewinnsprung im Vorjahr zuversichtlich in die kommenden Monate. Die Nachfrage nach zentral gelegenen oder gut erreichbaren Büroräumlichkeiten dürfte weiterhin gut sein.

Bei den Ladenflächen dürfte sich eine konjunkturelle Abkühlung negativ auswirken, wobei Läden an peripheren Lagen stärker davon betroffen wären als solche in den Wirtschaftszentren.

Auf dem Transaktionsmarkt sei dagegen kaum mit einem Abflauen der Käufernachfrage für Büro- und Geschäftsliegenschaften zu rechnen, teilte die Nummer Zwei unter den Schweizer börsennotierten Immobilienfirmen am Dienstag mit.

Gewinnsteigerung dank Steuereffekt und Aufwertung
2018 steigerte PSP dank einer Portfolioaufwertung und eines positiven Steuereffekts den Gewinn (inklusive Liegenschaftserfolg) um ein Fünftel auf 308,2 Millionen Franken. Ohne Liegenschaftserfolg belief sich der Gewinn laut den Angaben auf 176,2 Millionen Franken und lag damit um 0,8 Prozent unter dem Vorjahr. Dies sei vor allem auf geringere Erträge aus dem Verkauf von Eigentumswohnungen zurückzuführen.

Der Liegenschaftsertrag stieg um 2,5 Prozent auf 279,4 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA ging dagegen unter Ausklammerung der Liegenschaftserfolge um 0,2 Prozent auf 241,7 Millionen zurück. Damit hat PSP die Erwartungen beim Gewinn inklusive Liegenschaftserfolg übertroffen. Beim EBITDA und den Liegenschaftserträgen wurden die Schätzungen der Analysten erfüllt.

Leerstandsquote sinkt
Auch bei der Vermietung ihrer Immobilien hat die in Zug beheimatete Firma Fortschritte gemacht. Die Leerstandsquote ging wie angestrebt per Ende Jahr auf 5,0 Prozent nach 8,2 Prozent Ende 2017 zurück. Dabei seien 1,1 Prozentpunkte der Leerstände mit der Renovation zurückzuführen.

Von den 2019 auslaufenden Mietverträgen seien per Ende 2018 bereits 70 Prozent verlängert gewesen. PSP verfügt über 163 (Vorjahr: 157) Liegenschaften mit einem Bilanzwert per Ende 2018 von 6,8 (6,4) Milliarden Franken.

Für das Gesamtjahr 2019 wird neu ein EBITDA (ohne Liegenschaftserfolg) von 250 Millionen Franken erwartet. Bisher hat PSP 240 Millionen angestrebt. Bei der Leerstandsquote werde ein Wert von unter fünf Prozent erwartet.

Entwicklungspipeline gut gefüllt
PSP richtet den Fokus weiterhin auf die Modernisierung ausgewählter Liegenschaften, die Weiterentwicklung von Arealen und Projekten sowie laufende Vermietungsaktivitäten. Zukäufe würden primär in den strategischen Hauptmärkten anvisiert, hiess es in der Mitteilung. Bei den Entwicklungsprojekten in Zürich, Lugano und Genf gehe es voran.

Die Aufräumarbeiten nach dem Grossbrand im August 2018 an den beiden Liegenschaften am Bahnhofplatz und Bahnhofquai seien noch am Laufen. Die noch bestehenden denkmalgeschützten Fassaden sollen erhalten und die Gebäude im bisherigen Erscheinungsbild wieder aufgebaut werden. Nach dem heutigen Wissensstand würden die Arbeiten bis Mitte 2021 dauern.

Die Aktionäre sollen in Form einer höheren Ausschüttung an den guten Aussichten teilhaben. Die Dividende solle daher auf 3,50 (Vorjahr 3,40) Franken je Titel erhöht werden. (awp/mc/ps)

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