PSP Swiss Property dank Bewertungserfolg mit deutlich mehr Gewinn

Giacomo Balzarini
Giacomo Balzarini, CEO PSP Swiss Property. (Foto: PSP)

Zug – Der Immobilienkonzern PSP Swiss Property hat im ersten Halbjahr 2021 vom anhaltenden Immobilienboom profitiert und dank Bewertungsgewinnen deutlich mehr verdient. Die Corona-Krise und die behördlichen Massnahmen wirkten sich nur marginal auf das Halbjahresergebnis aus. PSP Swiss Property bestätigt die Gewinnprognose.

PSP hat im ersten Halbjahr den Liegenschaftsertrag um 4,5 Prozent auf 153,3 Millionen Franken gesteigert, wie einer Mitteilung der auf Gewerbeimmobilien an Primelagen konzentrierten Gesellschaft vom Freitag zu entnehmen ist. Der Betriebsgewinn (EBITDA ohne Liegenschaftserfolg) fiel mit 142,4 Millionen Franken um 11,5 Prozent höher aus.

Hohe Bewertungsgewinne
Die Neubewertung der Liegenschaften habe eine Aufwertung um 325,0 Millionen Franken ergeben. Davon entfielen laut Mitteilung 254,9 Millionen auf das Anlageportfolio und 70,1 Millionen auf Areale und Entwicklungsliegenschaften. Die Aufwertung resultierte hauptsächlich aus dem tieferen Diskontierungssatz sowie aus fertiggestellten Neubauten und Sanierungen und diversen Vermietungen. Dagegen hätten sich vorsichtigere Ertragsprognosen im Zusammenhang mit Covid-19 vereinzelt wertvermindernd ausgewirkt.

Daraus ergibt sich ein Reingewinn, der mit 371,4 Millionen Franken mehr als dreimal höher ist als im Vorjahr. Exklusive Liegenschaftserfolge ergab sich ein Überschuss von 112,6 Millionen Franken, was einem Anstieg um 14,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Der durchschnittliche Leerstand im 8,9 Milliarden Franken schweren Immobilienportfolio lag Ende Juni bei 3,1 Prozent nach 3,0 Prozent Ende 2020.

Damit hat PSP die Erwartungen der Analysten beim Reingewinn deutlich übertroffen.

Geringer Einfluss der Covidpandemie
Die Covidpandemie habe sich nur marginal ausgewirkt, schreibt PSP. Dank der breiten Portfolio-Diversifikation und der Ausrichtung auf Büronutzung an zentralen Lagen sei das Exposure in den von behördlichen Betriebsschliessungen betroffenen Branchen überschaubar. Insgesamt seien in der Berichtsperiode Mietzinserlasse in der Höhe von 3,5 Millionen Franken erfolgswirksam erfasst nach 2,3 Millionen in der Vorjahresperiode. Der Stand des Mietinkassos belief sich im ersten Halbjahr auf hohe 99 Prozent. Die durch den Lockdown bedingten offenen Mietzinsforderungen betrugen per Ende Juni 9,1 Millionen Franken.

Bestätigung der EBITDA-Prognose
Zu den weiteren Aussichten äussert sich PSP optimistisch. Ein Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr sei wegen der anhaltenden Pandemie schwierig. PSP erwartet eine sich langsam verbessernde Nachfrage nach Büroflächen vor allem an Zentrumslagen. Der Markt für Retail-Flächen bleibe wohl, mit Ausnahme der High-Street-Zonen, bis auf weiteres angespannt.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet PSP weiterhin einen EBITDA ohne Liegenschaftserfolge von rund 275 Millionen Franken (2020: 271,1 Mio). Bei den Leerständen rechnet PSP neu per Ende 2021 mit einer Quote von unter 4,5 Prozent nach bisher rund 4,5 Prozent. Die Prognosen betreffend EBITDA und Leerstände stünden unter Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Corona-Krise, heisst es. (awp/mc/pg)

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