PSP Swiss Property im ersten Halbjahr operativ besser – Höherer Ausblick

Giacomo Balzarini
Giacomo Balzarini, CEO PSP Swiss Property. (Foto: PSP)

Zürich – Der Immobilienkonzern PSP Swiss Property hat im ersten Halbjahr 2022 die Mieteinnahmen gesteigert und sich auch operativ verbessert. Aufgrund tieferer Neubewertungen sackte der Gewinn aber deutlich ab. Beim Ausblick gibt sich das Unternehmen dagegen zuversichtlicher.

Der Liegenschaftsertrag stieg um 2,9 Prozent auf 157,8 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mittteilte. Es seien quasi keine Corona-bedingten Mietzinserlasse mehr angefallen. Der Bürovermietungsmarkt habe sich verbessert und die Nachfrage nach attraktiven Flächen an zentralen Lagen sei in Zürich und Genf gut. Auch in Basel habe sich die Lage insbesondere im zweiten Quartal entspannt. Der Betriebsgewinn (EBITDA ohne Liegenschaftserfolg) stieg um 8,9 Prozent auf 155,1 Millionen Franken.

Deutlich tiefere Bewertungsgewinne
Die Neubewertung der Liegenschaften habe noch eine Aufwertung um 131,9 Millionen Franken ergeben – im Vorjahr standen hier 325,0 Millionen zu Buche.

Daraus ergibt sich ein Reingewinn, der mit 227,2 Millionen Franken um fast 39 Prozent unter dem Vorjahr liegt. Exklusive Liegenschaftserfolge ergab sich ein Überschuss von 124,5 Millionen Franken, was einem Anstieg um 10,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Der durchschnittliche Leerstand im 9,34 Milliarden Franken schweren Immobilienportfolio lag Ende Juni bei 3,7 Prozent nach 3,8 Prozent Ende 2021.

Damit hat PSP die Erwartungen der Analysten insbesondere beim Reingewinn übertroffen.

Mit Blick auf den Transaktionsmarkt wurden im zweiten Quartal weder Anlageliegenschaften noch Entwicklungsprojekte gekauft oder verkauft. Insgesamt habe sich der Markt wenig verändert, für Objekte mit hoher Cash-Flow-Visibilität sei der Anlagebedarf weiterhin hoch und die Renditen blieben entsprechend tief. Eine Abkühlung sei hier kurzfristig nicht zu erwarten. Für Objekte an peripheren Lagen oder qualitativ nicht zeitgemässe Liegenschaften seien die Renditen auch aufgrund der höheren Zinsen derweil leicht gestiegen.

Ausblick angehoben
Zu den weiteren Aussichten äussert sich PSP zuversichtlich. Zwar sei ein genauer Ausblick unter den aktuellen Unsicherheiten schwierig. Die Nachfrage nach modernen Büro- und attraktiven Verkaufsflächen an zentralen Lagen dürfte aber anhalten. Derweil bleibe der Markt für minderwertige Büro- und Verkaufsflächen an peripheren Lagen wohl angespannt.

Für das Geschäftsjahr 2022 ist PSP etwas positiver und erwartet nun einen EBITDA ohne Liegenschaftserfolge von 290 Millionen Franken. Zuvor waren «mehr als 285 Millionen Franken» (2021: 278,8 Millionen) in Aussicht gestellt worden. Bei den Leerständen rechnet Das Unternehmen per Ende 2022 weiter mit einer Quote von unter 4,0 Prozent. (awp/mc/pg)

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