Rückläufige Wohnungs- und Büromieten im 3. Quartal 2020

JLL
(Photo by nrd on Unsplash)

Zürich – Die Wohnungsmieten gehen im 3. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorquartal zurück. Damit wird der Mietpreisanstieg des 2. Quartals wieder kompensiert, wie Erhebungen von Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) zeigen. Die Mieten für Büroflächen sind weiterhin deutlich rückläufig. Die negative Entwicklung zeigt sich im Vergleich zu den beiden Vorquartalen verstärkt.

Nachdem sich die Mieten von Neubau- und Altbauwohnungen in den letzten beiden Quartalen unbeeindruckt von der Corona-Pandemie zeigten und weiterhin leicht angestiegen sind, gehen die Wohnungsmieten von Neuabschlüssen im 3. Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal zurück. Die Mieten von Neubauwohnungen sinken gegenüber dem Vorquartal um -2,3%, die Altbaumieten mit -3,0% noch etwas stärker. Damit werden die Anstiege der Mietpreise des Frühlingsquartals (Neubau: +1,4%, Altbau +3,0%) wieder aufgehoben.

Gegenüber dem Vorjahresquartal zeigt sich ein Rückgang der Neubaumieten um -1,7%, während die Altbaumieten praktisch unverändert bleiben (-0,1%). Über die Landesregionen hinweg sind die Veränderungen der Wohnungsmieten in einem sehr ähnlichen Bereich. «Angesichts der weiterhin starken Wohnungsausweitung und der gleichzeitig sinkenden Nachfrage sind in den kommenden Monaten abseits der Grosszentren weiterhin sinkende Abschlussmieten wahrscheinlich», sagt Stefan Fahrländer, CEO von FPRE.

Deutlicher Rückgang bei Neuabschlüssen
Die Mieten bei Neuabschlüssen für Büroflächen sind im 3. Quartal 2020 nochmals deutlich gesunken. Schweizweit liegt der Rückgang bei -4,3%, nachdem die Mieten im 1. Quartal 2020 bereits um -1,2% und im 2. Quartal um -3,3% gesunken sind. Im Vergleich zum Vorjahresquartal liegen die Büromieten nun im Mittel 7,0% tiefer. Dabei zeigen sich grosse regionale Unterschiede: Während die Mieten in den Regionen Mittelland (-4,9%) und Basel (-4,9%) weniger stark zurückgehen, sind die Mietzinssenkungen in den Regionen Genfersee (-8,6%), Zürich (-8,1%) und Ostschweiz (-8,1%) besonders deutlich.

«Die Reaktion des Büroflächenmarkts auf die konjunkturelle Krise setzt sich auch im 3. Quartal fort. Auch wenn bisher keine massiven Beschäftigungsrückgänge bei den klassischen Büromarktbranchen festzustellen sind, ist die Unsicherheit gross und angesichts des verstärkten Übergangs zu Homeoffice sind die Unternehmungen zurückhaltend. Obschon auch die Incentivierung durch die Vermieter zunimmt, müssen bei Neuabschlüssen grössere Zugeständnisse bei den vertraglichen Mieten gemacht werden.» sagt Fahrländer. (mc/pg)

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