Schweizer Unternehmen befürchten mehr Zahlungsausfälle

Schweizer Unternehmen befürchten mehr Zahlungsausfälle
(Bild: Syda Productions / AdobeStock)

Schwerzenbach – Geht es um die Zahlungsmoral, sehen viele Schweizer Firmen höhere Risiken auf sich zukommen. Laut einer Umfrage des Inkassodienstleisters Intrum rechnen 27 Prozent der befragten Unternehmen bald mit einem höheren Debitorenrisiko. Vor einem Jahr seien es noch 7 Prozent gewesen.

Als Grund für die zu erwartenden sinkende Zahlungsmoral wird von knapp ein Drittel der Befragten ein befürchteter wirtschaftlicher Abschwung innerhalb der nächsten zwei Jahre angegeben, wie Intrum am Dienstag mitteilte. Viele dieser Firmen seien sogar überzeugt, dass sich die Schweiz bereits heute in einer Rezession befinde.

Vier Prozent des Umsatzes geht flöten
Gemäss dem „European Payment Report 2019“ verlieren Schweizer Firmen jährlich knapp 4 Prozent ihres Umsatzes aufgrund von Debitorenverlusten. Dieser Anteil liege deutlich über dem Durchschnitt der europäischen Mitbewerber, hiess es dazu. Die Gründe für die schlechte Zahlungsbereitschaft seien entweder finanzielle Schwierigkeiten der Schuldner oder die vorsätzliche Verzögerung von Zahlungen.

Dies habe weitreichende Folgen für die Unternehmen. Gut ein Viertel der Firmen beklage Liquiditätsengpässe und Umsatzeinbussen. Für einen kleinen Anteil von 14 Prozent der Befragten seinen solche finanziellen Engpässe durch fehlende Zahlungen sogar Existenzbedrohend.

Daher setze eine immer grössere Anzahl an Schweizer Unternehmen zur Vermeidung von Zahlungsausfällen auf Vorsichtsmassnahmen wie Vorauszahlungen, Bonitätsprüfungen oder Inkassomassnahmen. (awp/mc/ps)

Intrum

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