Schweizer Unternehmen haben Aufholbedarf im Rahmen der Industrie 4.0

Schweizer Unternehmen haben Aufholbedarf im Rahmen der Industrie 4.0
(Foto: © Mimi Potter / Fotolia)

Zürich – Schweizer Firmen lassen im Rahmen der Industrie 4.0 laut einer Befragung des Unternehmensberaters PwC eine Vorreiterrolle vermissen. Entsprechende Projekte hätten zwar bei Produktionsunternehmen Priorität, doch von einer vollständigen digitalen Transformation könne noch keine Rede sein, so das Fazit der am Dienstag veröffentlichten Studie.

Dies könnte laut PwC auch daran liegen, dass Schweizer Firmen nur überschaubare Vorteile durch die Digitalisierung erwarteten. Im internationalen Vergleich rechnen demnach nur rund 8,6 Prozent der Unternehmen mit Umsatzzuwächsen. Global seien es 14,7 Prozent. Auch in Sachen Effizienz sehe nur jedes zehnte Unternehmen über die nächsten fünf Jahre eine mögliche Steigerungen gegenüber 12,3 Prozent weltweit.

Bereits breite Anwendung
Dass hiesige Firmen aber durchaus gezielt die Implementierung digitaler Projekte vorantreiben, zeige sich daran, dass über die Hälfte der Schweizer Unternehmen bereits Fertigungsmanagement-Systeme implementiert haben. Dieser Anteil liege über dem globalen Durchschnitt von 45 Prozent. Zudem nutzten rund 41 Prozent der Schweizer Firmen Robotik-Anwendungen, während dies global gesehen nur 28 Prozent seien.

Die Befragung der laut Angaben über 1’100 Schweizer und internationalen Entscheider aus dem produzierenden Gewerbe habe zudem ergeben, dass gemessen an der Implementierung neuer Technologien und der Entwicklung digitaler Ökosysteme lediglich jedes hundertste Unternehmen hierzulande den Status eines „Digital Operations Champions“ erreiche. (awp/mc/ps)

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