SGB: Teuerung frisst Lohnerhöhungen fast gänzlich weg

Paul Rechsteiner

SGB-Präsident Paul Rechsteiner.

Bern  – 2010 stagnierten die Reallöhne beinahe. Die Nominallohnerhöhung von 0,8 Prozent wurde 2010 von der Teuerung weggefressen. Dazu kamen stark steigende Krankenkassenprämien, so dass den Arbeitnehmenden unter dem Strich sogar weniger freies Einkommen blieb als im Jahr zuvor.

Dies geht aus einer Stellungnahme des Schweizerischen Gewerklschftsbundes (SGB) hervor. Demnach war die Teuerung im Verhandlungsjahr 2009 um 0,5 Prozent im Minus. Gemessen an dieser Negativteuerung wäre der Lohnabschluss für 2010 positiv. «Doch das ändert nichts an der oben genannten Tatsache.», schreibt der SGB.

Frauenlöhne steigen etwas stärker
Positiv ist, dass die Frauenlöhne mit 1,1 Prozent etwas stärker gestiegen sind. Damit wird ein kleiner Teil der Lohndifferenz gegenüber den Männern abgebaut. Doch bis diese endgültig aus der Welt geschafft ist, dürfte es bei diesen kleinen Schritten noch Jahrzehnte gehen. Daher führt der SGB heuer eine Lohngleichheitskampagne durch, die als Höhepunkt gesamtschweizerisch Aktionen am 14. Juni vorsieht. (SGB/mc/ps)

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