sgv zur Agrarpolitik 2014 – 2017: Wettbewerbsneutralität umsetzen

Hans-Ulrich Bigler
sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

Bern – Das Gewerbe darf im Wettbewerb mit landwirtschaftsnahen Tätigkeiten durch Landwirte nicht länger benachteiligt werden. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv fordert Wettbewerbs­neutralität zwischen Landwirtschaft und Gewerbe. Gemäss dem deutlichen Willen des Parla­mentes muss dies nun auch in den Ausführungsbestimmungen der Agrarpolitik 2014-2017 ver­ankert werden.

In seiner heute veröffentlichten Anhörungsantwort zu den Ausführungsbestimmungen der Agrarpolitik 2014 – 2017 spricht der Schweizerische Gewerbeverband sgv Klartext: Wettbewerbsver­zerrungen zulasten von Gewerbe und Industrie müssen in Zukunft vermieden werden. Dies ist der gesetzliche Auftrag, den das Parlament mit den beiden neuen Schlüsselartikeln – Art. 2 Abs. 5 und Art. 89a -ins Landwirtschaftsgesetz geschrieben hat. Insbesondere ist stärker einzuschränken, wel­che landwirtschaftsnahen Tätigkeiten den Landwirten erlaubt sein sollen.

Absage an «Lädeli» auf dem Bauernhof
Der sgv als grösster Dachverband der Schweizer Wirtschaft steht zu einer effizienten, produzierenden und unternehmensfreundlichen Landwirtschaft in der Schweiz. Dabei sind Anreize sind so zu schaf­fen, dass mit dem Kerngeschäft in der Landwirtschaft ein hinreichendes Einkommen erzielt werden kann, ohne auf immer mehr landwirtschaftsnahe und gewerbliche Tätigkeiten ausweichen zu müssen. Solche Aktivitäten sollen nur dann erlaubt sein und allenfalls sogar staatlich unterstützt werden, wenn die Gewerbebetriebe im wirtschaftlich relevanten Gebiet dadurch im Wettbewerb nicht benachteiligt werden. Initiativen von bäuerlicher Seite, die zu Wettbewerbsverzerrungen führen, wird der sgv mit Entschiedenheit bekämpfen. (sgv/mc/ps)

Die Nummer 1
Als grösste Dachorganisation der Schweizer KMU-Wirtschaft vertritt der sgv 250 Verbände und gegen 300’000 Unternehmen.

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