sgv zur Mindestlohn-Initiative: Zürcher Regierung warnt vor Arbeitslosigkeit

Hans-Ulrich Bigler
sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

Bern – Der Regierungsrat des Kantons Zürich warnt in seiner gestern veröffentlichten Stellungnahme davor, dass sich die Mindestlohn-Initiative negativ auf die Erwerbsquote und die Arbeitslosig­keit auswirken würde. Ein staatlich vorgegebener Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde würde nach Befürchtungen des Regierungsrats die zürcherische und schweizerische Standortattraktivität senken, wie der Schweizerische Gewerbeverband sgv in einer Stellungnahme vom Freitag festhält.

Mit der Annahme der Mindestlohn-Initiative würde sich die Schweiz den weltweit mit Abstand höchs­ten Mindestlohn in die Verfassung schreiben. Ein solcher Mindestlohn würde gemäss der Zürcher Regierung den stabilen Arbeitsmarkt gefährden. Insbesondere im unteren Lohnbereich könnten Stellen wegfallen oder ins Ausland verlegt werden. Auch würde ein solch hoher Mindestlohn die Arbeitsintegration von Personen erschweren, deren Produktivität unter dem Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde liegt. „Die Initiative würde also jenen Menschen schaden, die eigentlich geschützt werden sollten.“ so der Regierungsrat.

Gewerbeverband sieht sich in Befürchtungen bestätigt
Der Schweizerische Gewerbeverband, der sich als grösster Dachverband der Schweizer Wirtschaft an vorderster Front stark gegen die Mindestlohn-Initiative engagiert, sieht seine Befürchtungen durch die klare und deutliche Stellungnahme der Zürcher Kantonsregierung bestätigt. Die Mindestlohn-Initiative würde insbesondere Jugendliche, Frauen und Menschen mit tieferen Einkommen stark treffen und aus dem Arbeitsmarkt drängen. Die Mindestlohn-Initiative greift die Wettbewerbsfähigkeit der einzel­nen Kantone und der ganzen Schweiz an und würde sich stark negativ auf die Attraktivität des Wirt­schaftsstandorts auswirken. (sgv/mc/ps)

Die Nummer 1:
Als grösste Dachorganisation der Schweizer Wirtschaft vertritt der sgv 250 Verbände und gegen 300’000 Unternehmen.

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