Social Entrepreneur des Jahres gesucht

Klaus Schwab

WEF-Gründer Klaus Schwab.

Genf – Zum siebten Mal sucht die Schwab Foundation den Schweizer Social Entrepreneur des Jahres. Gesucht werden Unternehmer, die innovative Ansätze verfolgen und mit diesen hauptberuflich zu einer positiven Veränderung der Gesellschaft beitragen. «Klaus Schwab hat schon immer an die Idee geglaubt, dass alle in die Wirtschaft einbezogen werden sollen. Es geht um Unternehmertum im öffentlichen Interesse. Der Wettbewerb soll dazu beitragen, diese Idee in die Tat umzusetzen», sagt Mirjam Schöning, Direktorin der Schwab Stiftung, im Gespräch mit pressetext.

Die offizielle Anmeldefrist für den Wettbewerb ist am 31. August abgelaufen. «Für spannende Projekte besteht aber trotzdem noch etwa eine Woche lang die Möglichkeit, sich einzutragen», revidiert Schöning. Der Wettbewerb befindet sich jetzt in der ersten Runde. Die Unternehmen, die es in die zweite Runde schaffen, müssen einen Jahresbericht einreichen und Referenzen vorlegen. In der dritten Runde werden nur mehr die besten sechs bis sieben Kanditaten übrig sein. Ihnen wird vor Ort ein Besuch abgestattet. Die Entscheidung darüber, wer eine Runde weiterkommt, trifft die Schwab Stiftung in Zusammenarbeit mit ihren Partnern.

Finale am 13. Dezember
Das Finale findet am 13. Dezember statt. Hier müssen sich die vier Finalisten einer Jury stellen, die sich unter anderem aus hochrangigen Vertretern der Credit Suisse und der Boston Consulting Group zusammensetzt. Auch Hilde Schwab, die Frau des Stiftungsgründers und Vaters des World Economic Forums, Klaus Schwab, stimmt im Finale mit. Der Gewinner erhält keinen Geldpreis. Dafür darf auf die weltweiten Ressourcen der Schwab Stiftung zurückgegriffen werden. «Die bisherigen Gewinner waren durchwegs sehr dankbar für die Möglichkeiten, die sich ergeben haben. Wir bieten nachhaltige Unterstützung und unser globales Netzwerk öffnet viele Türen. Die Medienresonanz kann ebenfalls eine große Chance sein», erklärt Schöning.

Finanzielle Voraussetzung
In einem Wettbewerb, der vorrangig von Wirtschaftstreibenden ausgerichtet wird, gibt es auch wirtschaftliche Anforderungen. Teilnehmende Projekte dürfen nicht zu 100 Prozent durch Spenden und/oder öffentliche Gelder finanziert sein. Unternehmungen, die sich großteils selbst finanzieren, werden bevorzugt. «Die Tatsache, dass sich Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Bankenwesen für Social Entrepreneurship einsetzen, ist kein Widerspruch. Klaus Schwab lebt die Stakeholder-Theorie schon seit 40 Jahren vor und für die Banken ist der Wettbewerb auch spannend: Die Mitarbeiter können soziale Verantwortung leben, und den Kunden können Möglichkeiten für soziale Investitionen geboten werden», sagt Schöning.

Weltweiter Wettbewerb

Über die diesjährigen Teilnehmer wird noch nichts verraten. Nur die Finalisten werden öffentlich bekannt gemacht. Im vergangenen Jahr hat ein Schweizer Unternehmer gewonnen, der öffentliche Plätze von liegengelassenen Fahrädern befreit, diese recycelt und dann nach Afrika exportiert, wo sie günstig an Kinder verkauft werden. Der Wettbewerb findet auch in anderen Ländern auf der ganzen Welt statt. Die Anmeldefrist zum Social Entrepreneur 2011 in Deutschland endet am 23. September. (pte/mc/ps)

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