SPS sieht sich trotz Corona gut unterwegs – Dividende 2020 niedriger

René Zahnd
René Zahnd, CEO Swiss Prime Site. (Foto: SPS)

Olten – Die Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site (SPS) sieht sich trotz des spürbaren Einflusses der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft in beiden Segmenten Immobilien und Dienstleistungen gut unterwegs. Allerdings werde die Dividende 2020 vor dem Hintergrund der Unsicherheiten und dem Tertianum-Verkauf tiefer ausfallen.

Das Immobilienportfolio sei im dritten Quartal um rund 100 Millionen Franken auf 12,0 Milliarden Franken angewachsen, teilte SPS am Dienstag aus Anlass des „Capital Markets Day“ mit. Die derzeit wichtige Kennziffer „Rent Collection“ sei auf 97 von 92 Prozent im zweiten Quartal gestiegen.

Zudem seien bis Mitte Oktober insgesamt 85 Prozent von 520 Mieterbegehren einvernehmlich gelöst worden, heisst es. Insgesamt erwarte das Management aus der Corona-Pandemie noch einen Einfluss auf die Mieterträge von „maximal 15 Millionen Franken“ statt wie bisher 20 Millionen Franken.

Pipeline weiterentwickeln
Im Immobilien-Segment wolle SPS über die nächsten Jahre das Liegenschafts-Portfolio auf rund 12 Milliarden Franken stabil halten. Dazu solle die Pipeline weiterentwickelt werden, die derzeit ein Dutzend Projekte und Bauvorhaben mit einem Wert von rund 1,4 Milliarden Franken umfasse. Teil der Strategie seien aber auch „opportunistische Veräusserungen“. Die Leerstandsquote soll in den kommenden zwölf Monaten auf 4 bis 5 Prozent gesenkt werden.

Derweil will das Unternehmen im Segment Dienstleistungen deutlich wachsen. Mittelfristiges Ziel bis 2025 sei es, im wenig kapitalintensiven Asset Management für Drittkunden deutlich zu wachsen. Ziel seien verwaltete Vermögen von rund 7 Milliarden Franken und eine starke Steigerung des EBIT-Beitrags auf rund 30 Millionen Franken.

Zusammen mit einem Betriebsergebnis von Wincasa von über 20 Millionen Franken und einem angestrebten ausgeglichenen operativen Resultat bei Jelmoli werde das Segment 2025 ein signifikantes Betriebsergebnis (EBIT) von rund 50 Millionen Franken zur Gruppe beitragen.

Mittelfristige Aussichten
Insgesamt erwartet das Unternehmen für die kommenden Jahre bis 2025 beim Betriebsertrag und -ergebnis – adjustiert um den Tertianum-Verkauf – eine positive Entwicklung. Dazu solle das Segment Immobilien „signifikant beitragen“. Im Segment Dienstleistungen soll ein EBIT-Beitrag von rund 30 Millionen erwirtschaftet werden. Jelmoli soll bis 2023 operativ ein neutrales Ergebnis erzielen.

Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten um die Corona-Pandemie sowie einer tieferen Ertragsbasis nach dem Verkauf von Tertianum wird aber die Dividende für 2020 laut den Angaben tiefer ausfallen. Die Dividendenhöhe und die künftige Dividendenstrategie werde an der Bilanzmedienkonferenz im Februar 2021 kommuniziert.

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, wird Verwaltungsrat Rudolf Huber an der Generalversammlung 2021 nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Huber war seit 2002 Mitglied des Gremiums. (awp/mc/ps)

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