Swiss Prime Site: Maag-Halle bleibt erhalten

Swiss Prime Site: Maag-Halle bleibt erhalten
(Foto: SPS)

Zürich – Die Maag-Hallen in Zürich bleiben erhalten, werden umfassend saniert und sollen langfristig an kulturelle Institution vermietet werden.

Swiss Prime Site hat entschieden, das Projekt «Maaglive» in Zürich nicht weiter zu verfolgen. Die zeitlichen und inhaltlichen Unwägbarkeiten infolge hängiger Einsprachen verunmöglichen eine verlässliche Weiterentwicklung des Projekts, das neben einem Kultur-Pavillon die Errichtung eines Wohnturms sowie einen baumbestandenen Quartierplatz vorsah. Das derzeit vor Bundesgericht hängige Verfahren zieht Swiss Prime Site entsprechend zurück.

Mit diesem Schritt schaffe Swiss Prime Site die Voraussetzung für eine langfristig tragfähige und breit abgestützte Entwicklung des Maag Areals als kulturelles Zentrum des Industriequartiers, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Maag-Hallen sollen umfassend saniert werden, um Raum für eine ganzjährige und auf die breite Öffentlichkeit ausgerichtete kulturelle Nutzung zu schaffen. Die aktuelle Planung sieht vor, Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen in den Maag-Hallen unterzubringen, ergänzt durch ein frei zugängliches Atrium im Bereich der Lichtstrasse.

Investitionen von 60 Mio Franken
Geplant ist, bis Ende 2027 ein Baugesuch einzureichen und Mitte 2029 mit den Sanierungsarbeiten zu beginnen. Aktuell geht Swiss Prime Site von Investitionskosten von rund CHF 60 Mio. aus. Der bestehende Mietvertrag mit Maag Music & Arts zur Zwischennutzung der Maag-Hallen wurde vor diesem Hintergrund «einvernehmlich und letztmals» bis Ende Mai 2029 verlängert. Damit sei eine öffentlichkeitsorientierte Zwischennutzung der Hallen bis zum angestrebten Baubeginn sichergestellt.

Möglicher neuer Standort für das Naturhistorische Museum
Im Hinblick auf die künftige Nutzung der Hallen hat Swiss Prime Site eine Absichtserklärung mit der Universität Zürich unterzeichnet. Gegenstand derselben ist die langfristige Anmietung der historischen Hallen als möglicher neuer Standort für das Naturhistorische Museum der Universität Zürich.

Eine durch Swiss Prime Site erstellte Potenzialstudie bestätigt dabei die grundsätzliche Machbarkeit einer Museumsnutzung in den bestehenden Gebäuden und bildet die Grundlage für den abgeschlossenen Letter of Intent. Die Maag-Hallen verfügen über grosszügige und flexibel nutzbare Flächen und eröffnen der Universität Zürich damit eine attraktive Entwicklungsperspektive. Die Universität Zürich prüft das Vorhaben derzeit sorgfältig. (pd/mc/pg)

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