VP Bank: Gut so – Fed reduziert Anleihekäufe

Thomas Gitzel
von Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe.

Von Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe.

Vaduz – Die Fed wird ihr monatliches Wertpapierkaufprogramm im Umfang von 85 Mrd. USD um 10 Mrd. USD reduzieren. Der Kauf von Staatsanleihen und von hypothekenbesicherten Wertpapieren sind gleichermassen davon betroffen. Der Plan ist, dass die US-Notenbank in den kommenden Sitzungen das Volumen jeweils um 10 Mrd. Dollar reduziert – solange sich die US-Wirtschaft entlang der Fed-Projektionen entwickelt. Bei positiven oder negativen Überraschungen könne das Tapering im Umfang entsprechend ausgeweitet oder aber auch ausgesetzt werden. Das Programm wird bei gutem Konjunkturverlauf bis Ende 2014 eingestellt. Für die Anhebung des Leitzinses müsse eine Arbeitslosenquote von 6.5 % erreicht werden, so US-Notenbankchef Bernanke.

Die Fed tat gut daran das Wertpapieraufkaufprogramm zu reduzieren. Wichtige globale Konjunkturindikatoren überraschten zuletzt positiv. Überrascht auch die US-Wirtschaft auf der positiven Seite, so hätte die Fed bei Fortsetzung des Programms zu einem späteren Zeitpunkt umso deutlicher reagieren müssen. Deshalb war die Entscheidung richtig, jetzt zu handeln. Die Fed verankerte durch die Bekanntgabe einer neuen «Zielarbeitslosenquote» gleichzeitig die Zinserwartungen auf tiefem Niveau.

Gelassenheit an Finanzmärkten
Auch die Finanzmärkte reagierten gelassen. Die grosse Katastrophe scheint auszubleiben. Die Aktienmärkte in Fernost reagierten sogar positiv und selbst die Währungen von Schwellenländern hielten sich – von relativ geringen Abschlägen abgesehen – robust. Die Fed kann sich also auch im Hinblick auf die Reaktionen an den Finanzmärkten bestätigt sehen. Es gilt aber auch: Die US-Notenbank hat in den vergangenen Wochen genug Zuversicht in die konjunkturelle Erholung der US-Wirtschaft gewonnen. Das ist ein positives Signal – nicht nur für die USA, sondern für den globalen Konjunkturausblick 2014. (VP Bank/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.