Wie sich das Zollstrasse-Quartier in Zürich präsentieren soll

SBB Immobilien

(Foto: Stadt Zürich)

Zürich – Der Stadtraum am Hauptbahnhof Zürich erhält ein neues Gesicht. Nördlich der Gleise an der Zollstrasse plant die SBB in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich eine attraktive Überbauung mit Wohnungen, Dienstleistungen, Gastronomie und Läden. Die SBB hat für den östlichen Teil des Areals Zollstrasse zwei Architekturwettbewerbe ausgeschrieben. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Mit seiner Nähe zum Hauptbahnhof Zürich nimmt das Areal Zollstrasse eine zentrale Rolle in der Stadtentwicklung ein. Grundlage bildet ein privater Gestaltungsplan, der von der SBB gemeinsam mit der Stadt Zürich erarbeitet wurde. Vorgesehen sind Wohnungen, Flächen für Dienstleistungen, Gastronomie und Läden sowie öffentliche Plätze und ein Gleisuferweg.

Preisgünstige Wohnungen auf Teilareal West
Das Teilareal Zollstrasse West wurde an die Genossenschaft Kalkbreite verkauft. Damit unterstützt die SBB den preisgünstigen Wohnungsbau. Der Projektwettbewerb der Genossenschaft Kalkbreite für die Zollstrasse West läuft derzeit.

Für das Teilareal Zollstrasse Ost hat die SBB zwei Architekturwettbewerbe ausgeschrieben: für «Wohnen» zwischen Klingenstrasse und Hafnerstrasse sowie für «Dienstleistung» zwischen Bahnhofhalle Sihlquai und Hafnerstrasse. Die neuen Überbauungen werden dem Stadt raum am Bahnhof und dem Gleisfeld ein neues Gesicht geben.

Projektwettbewerb Wohnen
Aus dem Projektwettbewerb «Wohnen» gingen Esch Sintzel Architekten aus Zürich als Sieger hervor. Das Projekt überzeugte die Jury durch eine robuste städtische Architektur, die gut im Kreis 5 verankert ist. Verteilt auf drei Gebäude entstehen insgesamt rund 130 Mietwohnungen. In den Erdgeschossen sind publikumsorientierte Nutzungen geplant. Die unterschiedlich geformten Gebäude haben gestaffelte Höhen von sechs bis acht Geschossen.

Projektwettbewerb Dienstleistung
Sieger beim Projektwettbewerb «Dienstleistung» ist das Genfer Architektenteam Made in Sàrl. Für die Jury ausschlaggebend war das Konzept für zwei neue Büro­gebäude am Kopf der Zollstrasse und entlang des Perrons. In den Obergeschossen sollen Büros erstellt werden. In den Erdgeschossen sind öffentliche Nutzungen geplant, darunter Richtung Bahnhof ein Restaurant mit einer Terrasse.

Der Gestaltungsplan schreibt vor, dass die Überbauung die Energiekennwerte von Minergie-P-Eco einhält. Ein Mobilitätskonzept soll autoarmes Wohnen ermögli­chen.

Die Überbauung Zollstrasse fügt sich optimal in das Quartier ein und schafft neuen Wohnraum. Der vielfältige Nutzungsmix mit Läden, Gastronomie und Dienstleistungen schafft zusätzliche Aufenthaltsorte rund um den Zürcher Hauptbahnhof. Zur Attraktivität des Aussenraums für das Quartier werden Durchgänge Richtung Gleisfeld, der neue Louis-Favre-Platz und der Spazierweg entlang den Bahngleisen beitragen. Zudem plant die Stadt Zürich den Umbau der Zollstrasse in eine fuss- und velofreundliche Strasse.

Die etappenweise Realisierung ist ab 2017 geplant. Die Wohngebäude können voraussichtlich 2019 bezogen werden, das Dienstleistungsgebäude 2020. (SBB/mc/pg)

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