Wohneigentum bald wieder günstiger als Mieten

Wohneigentum bald wieder günstiger als Mieten
Bis Anfang 2025 dürfte Kaufen wieder günstiger sein als Mieten. (Foto: Pixabay)

Zürich – Derzeit haben Käuferinnen und Käufer von Wohneigentum grössere finanzielle Lasten zu stemmen. Doch tiefere Hypothekarzinsen und stark steigende Mieten dürften den Eigentumsaufschlag in den kommenden Quartalen wieder reduzieren. Bis Anfang 2025 dürfte Kaufen wieder günstiger sein als Mieten.

Aktuell betragen die jährlichen Kosten für eine mittlere Eigentumswohnung mit viereinhalb Zimmern und 110 Quadratmetern Wohnfläche laut UBS 32’500 Franken. Die Jahresmiete einer solchen Wohnung koste 30’500 Franken. Daraus ergebe sich ein Eigentumsaufschlag von 7 Prozent. Dies schreibt die UBS in einer am Montag veröffentlichten Studie.

Noch im Sommer 2023 betrug dieser Aufschlag 16 Prozent. Damit müsse jemand, der im letzten Sommer eine langfristige Hypothek aufgenommen habe, bis 2033 nach heutigen Prognosen kumulierte Mehrkosten von beinahe 50’000 Franken schultern.

Zinsrückgang macht Eigentum attraktiver
Dank gesunkener Hypothekarzinsen sei der Eigentumsaufschlag nun wieder deutlich tiefer als noch im Sommer 2023. Bis Anfang 2025 dürfte sich der Aufschlag wieder in einen Abschlag von 3 Prozent umkehren. Haupttreiber dieser Entwicklung seien die zwei noch erwarteten Leitzinssenkungen der SNB.

Der Rückgang des Eigentumsaufschlags sei regional breit abgestützt. In den Kantonen Bern, Solothurn, Aargau, Schaffhausen und Thurgau liege er vielerorts schon unter 5 Prozent und in einigen Regionen der Kantone Waadt, Freiburg und Wallis besteht bereits wieder ein Eigentumsabschlag. Dagegen bleibt der Aufschlag in den Bergregionen generell hoch.

Ein Eigentumsabschlag von 20 bis 30 Prozent wie in der Negativzinsphase von 2015 bis Anfang 2022 liege derzeit in weiter Ferne. Der sinkende Eigentumsaufschlag dürfte die Eigenheimnachfrage nach der Abkühlung 2022 und 2023 aber allmählich wieder steigen lassen.

Der langfristige finanzielle Erfolg eines Eigenheimkaufs hänge aber nicht nur von den laufenden Kosten ab, sondern auch stark von der Entwicklung des Landwerts. Bereits ein Wertzuwachs von 0,4 Prozent im laufenden Jahr würde den derzeit noch bestehenden Eigentumsaufschlag wettmachen, schreibt die Bank weiter. (awp/mc/pg)

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