Wohneigentum ist attraktiver denn je

Immobilien
(Image by midascode from Pixabay)

Flamatt – Der Juni verleiht den Angebotspreisen von Einfamilienhäusern einen Schub von 2,1 Prozent. Dennoch: Der Erwerb von Wohneigentum in der Schweiz war noch nie attraktiver als heute, denn die Hypothekarzinsen jagen von einem Rekordtief zum nächsten. Wer auf der Suche nach einer Mietwohnung ist, muss erneut tiefer in die Taschen greifen. Die Preise für Eigentumswohnungen sind hingegen um -1,6 Prozent gesunken. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Swiss Real Estate Offer Index.

Einfamilienhäuser sind bei den Schweizern nach wie vor hoch im Kurs. Davon zeugt der deutliche Anstieg der Angebotspreise von 2,1 Prozent im Juni. Noch deutlicher wird der Preissprung in der Jahressicht: So liegen die Preise per Ende Juni 3,9 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Der Quadratmeterpreis für ein typisches Einfamilienhaus liegt damit im Schweizer Durchschnitt bei 6’415 Franken. Dies zeigt der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungs-unternehmen IAZI AG erhobene Swiss Real Estate Offer Index.

Angebotspreise für Eigentumswohnungen deutlich gesunken
Der Juni bringt aber nicht nur schlechte Nachrichten für jene, die sich nach den eigenen vier Wänden umsehen. Denn die Angebotspreise für Eigentumswohnungen sind mit -1,6 Prozent spürbar gesunken. Damit beträgt der aktuelle Quadratmeterpreis für Stockwerkeigentum 7’123 Franken.

«Ob Haus oder Wohnung: Finanziell gesehen war der Erwerb von Wohneigentum in der Schweiz noch nie attraktiver als heute», so Martin Waeber, Director von ImmoScout24. «Die Hypothekarzinsen jagen von einem Rekordtief zum nächsten. Zahlreiche Anbieter locken bereits mit Zinssätzen von 1 Prozent und weniger, einzelne Angebote nähern sich sogar der Schwelle von 0,5 Prozent», erklärt der Immobilienexperte. Bei einem solchen Zinssatz betragen die Kosten eines Kredits von einer Million Franken gerade einmal 5’000 Franken pro Jahr. «Je tiefer die Zinsen, desto attraktiver wird der Kauf von Wohneigentum im Vergleich zur Miete», fügt Waeber hinzu.

Hohe Hürden für Kaufwillige
Trotz dieser vorteilhaften Bedingungen bleibt der Schritt ins Eigentum für viele Interessenten anspruchsvoll. Grund dafür sind die Regeln für die Kreditvergabe. Wer kaufen will, muss mindestens 20 Prozent des Preises als Eigenkapital einbringen, dabei dürfen nur zehn Prozent aus Ersparnissen der beruflichen Vorsorge stammen. Zudem müssen die Kreditkosten auch bei einem Zinssatz von rund fünf Prozent tragbar sein, sprich: Diese dürfen sich auf maximal ein Drittel des Einkommens belaufen. Diese Hürden verwehren vielen Kaufwilligen den Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung.

Mietpreise steigen weiter
Wer auf der Suche nach einer Mietwohnung ist, muss erneut mit höheren Preisen rechnen. Der Anstieg gegenüber dem Vormonat beträgt 0,6 Prozent. Gestiegen sind die Mietpreise besonders in der Zentralschweiz (+0,8 Prozent), im Grossraum Zürich (+0,6 Prozent) und im Mittelland (+0,4 Prozent). Über eine Entlastung des Mietbudgets können sich Mietinteressierte im Tessin (-3,0 Prozent), in der Ostschweiz (-0,6 Prozent), in der Nordwestschweiz (-0,5 Prozent) sowie in der Genferseeregion (-0,5 Prozent) freuen. Für Wohnungssuchende besteht allerdings kein Grund zur Sorge: Über die letzten zwölf Monate gesehen verläuft die Entwicklung mit -1,2 Prozent immer noch abwärts.

Der Swiss Real Estate Offer Index wird auf den Webseiten von ImmoScout24 und der IAZI AG publiziert. (ImmoScout24/mc/ps)

www.immoscout24.ch/immobilienindex
www.iazi.ch/angebotsindizes

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