Züblin erzielt im ersten Halbjahr weniger Gewinn

Roland Friedrich
Roland Friedrich, CEO der Züblin AG (Bild: Züblin)

Zürich – Auch die Immobiliengesellschaft Züblin kann sich der Corona-Krise nicht ganz entziehen. Der Gewinn ging im ersten Halbjahr 2020/21 (per 30. September) um mehr als die Hälfte auf 2,0 Millionen Franken zurück. Züblin will das Portfolio auch weiterhin nur gezielt vergrössern.

Während der Miet- und der Nettobetriebsertrag stabil gehalten werden konnten, erfuhren die Anlageliegenschaften eine Marktwertminderung um 0,1 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Im Vorjahr stand hier noch ein Plus von 3,0 Millionen Franken zu Buche. Der Bilanzwert der sechs Anlageliegenschaften blieb stabil auf 218,0 Millionen Franken.

Die krisenbedingten Unsicherheiten im Transaktionsmarkt widerspiegelten sich in den Bewertungen. Seit März 2020 habe es an nicht Kernlagen ausserhalb der Stadt Zürich Abschläge gegeben. Die Marktwerte vom Vorjahr in Höhe von 220,3 Millionen Franken hätten sich nicht wieder erreichen lassen. Dies betrifft im Wesentlichen die Standorte in Bern, Baden und Egg. Auf diese drei Standorte entfallen 28 Prozent des Portfoliowertes von Züblin.

Die Leerstandsquote stieg per Ende September 2020 auf 8,8 von 8,0 Prozent Ende März. Im Zusammenhang mit Covid-19 und dem Lockdown habe sich der Vermietungsmarkt verlangsamt. Inzwischen sei die Vermarktung wieder angelaufen und zeige auch Nachfrage. Ein Fünftel der im Februar 2021 freiwerdenden Teilfläche einer Liegenschaft in Zürich habe erfolgreich nachvermietet werden können.

Die gute Qualität und Mieterstruktur des Portfolios hätten sich in der Corona Krise ausbezahlt. So sei Züblin nur geringfügig in den durch den Lockdown besonders tangierten Branchen Gastronomie, Einzelhandel und Freizeit/Sport engagiert. Mit den betroffenen Mietern wurden Vereinbarungen für Mietzinserlasse im Umfang von rund 48’000 Franken getroffen. Dies entspreche 0,5 Prozent der annualisierten Mieterträge.

Wirtschaftliche Unsicherheiten
Wie sich die generellen wirtschaftlichen Unsicherheiten und im Speziellen der Markt für Büroimmobilien in Zukunft entwickeln werde, sei derzeit nicht absehbar. Die Situation auf dem Büroflächenmarkt bleibe angespannt und dürfte sich nur langsam wieder erholen. Der Transaktionsmarkt habe im zweiten und dritten Quartal 2020 weiterhin anhaltend ein hohes Anlegerinteresse für gute Immobilien an zentralen Lagen erkennen lassen. Das Züblin Portfolio ist in diesem Marktumfeld solide positioniert. Zukäufe will Züblin nur tätigen, wenn sie im Portfolio zu einem dauerhaften Wertzuwachs führen. (awp/mc/ps)

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