Zug Estates erleidet Gewinnrückgang

Patrik Stillhart
Patrik Stillhart, CEO ZugEstates. (Foto: zvg)

Zug – Die Immobiliengesellschaft Zug Estates hat im vergangenen Geschäftsjahr 2020 aufgrund des Wegfalls von Sondereffekten einen deutlich tieferen Gewinn erzielt. Zudem hat der Hotel- und Gastrobereich stark unter der Coronakrise gelitten.

Dank Projektfertigstellungen konnte die auf den Wirtschaftsstandort Zug fokussierte Immobilienfirma den Liegenschaftenertrag um 6,1 Prozent auf 57,8 Millionen Franken steigern, wie die Immobiliengesellschaft am Freitag mitteilt. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertungen reduzierte sich um 7,2 Prozent auf 49,6 Millionen Franken. Die Neubewertungen inklusive belief sich das Konzernergebnis auf 32,3 Millionen Franken – ein Minus von 57,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vorjahr hatte die Immobiliengesellschaft dank Bewertungserfolgen und einem positiven Steuereffekt den Gewinn deutlich steigern können.

Schwierige Lage bei Hotel- und Gastro
Während Zug Estates die Erträge im Bereich Immobilien weiter ausbauen konnte, kam es im Segment Hotel & Gastronomie pandemiebedingt zu erheblichen Umsatzeinbussen. Der Rückgang im Beherbergungsgeschäft führte verglichen zum Vorjahr zu Umsatzeinbussen von 57,8 Prozent auf noch 7,0 Millionen Franken.

Die Nachfrage nach grossen Büroflächen sei aktuell zurückhaltend. Dagegen erfreuten sich die Wohnprodukte nach wie vor einer sehr guten Nachfrage und auch bei den Retail- und Gastronomieflächen sei die Nachfrage intakt.

Aus der Veräusserung von Stockwerkeigentumswohnungen im Projekt Aglaya resultierte ein Ertrag von 72,5 Millionen und ein Promotionsgewinn vor Steuern von 9,5 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 45,6 Millionen bzw. 7,9 Millionen Franken.

Der Marktwert des Portfolios erhöhte sich um 1,5 Prozent 1,65 Milliarden Franken. Die Leerstandsquote stieg per Ende Jahr auf 5,0 von 3,3 Prozent im Jahr zuvor.

Erneut Sonderdividende
Die ordentliche Dividende soll um drei auf 34 Franken je Aktie erhöht werden. Zudem sollen die Aktionäre vom Promotionsgewinn profitieren und zusätzlich eine Sonderdividende von 10 Franken je Titel erhalten. Für das Vorjahr bezahlte Zug Estates insgesamt ebenfalls 44 Franken.

Für das laufende Jahr äussert sich das Unternehmen zurückhaltend. Zug rechnet zwar auch 2021 mit steigenden Mieterträgen. Die Entwicklung im Segment Hotel & Gastronomie hänge aber stark vom weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie ab und sei schwierig zu prognostizieren. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertung dürfte unter Vorjahr zu liegen kommen. Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte könnten nicht abschliessend eingeschätzt werden. (awp/mc/pg)

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