Zug Estates verbucht im ersten Halbjahr weniger Gewinn

Patrik Stillhart
Patrik Stillhart, CEO Zug Estates. (Foto: Zug Estates)

Zug – Zug Estates kann sich den Folgen der Corona-Pandemie nicht ganz entziehen. Vor allem der Bereich Hotel und Gastronomie ist von Covid-19 betroffen. Doch insgesamt bleiben die Mietausfälle limitiert. Die Immobilienfirma erwartet für das Gesamtjahr ein Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte deutlich unter Vorjahr.

Der Liegenschaftenertrag erhöhte sich im ersten Semester um 5,4 Prozent auf 28,2 Millionen Franken. Dabei halfen neu abgeschlossene Mieterträge. Im Bereich Hotel & Gastronomie, der von der Covid-19-Pandemie besonders getroffen wurde, sei es dagegen zu erheblichen Umsatzeinbussen gekommen, teilte Zug Estates am Freitag mit.

Allerdings habe man bereits mit über 90 Prozent der direkt vom Lockdown betroffenen Mieter eine partnerschaftliche und abschliessende Lösung für einen einmaligen Mietzinserlass finden können, hiess es. Insgesamt wurden Mietzinserlasse von 0,7 Millionen gewährt.

Konzerngewinn bricht über 2/3 ein
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertung sank wegen den rückläufigen Zahlen des Segments Hotel und Gastronomie um rund 23 Prozent auf 11,9 Millionen Franken. Der Konzerngewinn brach um 68 Prozent auf 8,3 Millionen Franken ein. Der Marktwert des gesamten Portfolios sank um 13,6 Millionen Franken auf noch 1,63 Milliarden Franken. Die Leerstandsquote stieg auf 5,3 Prozent von 3,3 Prozent Ende 2019.

Mit den Ertragszahlen hat Zug Estates die Markterwartungen übertroffen, beim Gewinn aber deutlich verfehlt. Gemäss AWP-Konsens wurde im Schnitt ein Liegenschaftenertrag von 27,2 Millionen, ein EBIT vor Neubewertungen von 26,4 Millionen und ein Reingewinn (vor NB) von 19,0 Millionen Franken erwartet.

Steigende Mieterträge erwartet
Im gesamten Jahr 2020 erwartet Zug Estates aufgrund des zeitlich beschränkten Effekts der Mietzinsreduktionen im Zusammenhang mit Covid-19 weiterhin steigende Mieterträge. Infolge von erhöhten Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten beziehungsweise geringeren aktivierungsfähigen Finanzierungskosten würden Liegenschaftenaufwand und Finanzaufwand höher ausfallen, schrieb die Gesellschaft.

Im Segment Hotel & Gastronomie geht das Unternehmen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus davon aus, dass Umsatz und GOP unter Vorjahresniveau liegen werden. Insgesamt erwartet das Unternehmen sowohl ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertungen als auch ein Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte deutlich unter Vorjahr.

Bisher erwartete Zug Estates für das Gesamtjahr ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertungen und ein Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte insgesamt deutlich unter Vorjahr. (awp/mc/pg)

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