Zurich: Cyberattacken sind die grösste Sorge der Schweizer Firmen

Zurich: Cyberattacken sind die grösste Sorge der Schweizer Firmen
(Bild: © Thaut Images / Fotolia)

Zürich – Die Cyberangriffe sind in Europa im ersten Quartal 2018 um einen Drittel gestiegen. Dies sagen Wirtschaftsführer, wie eine Befragung des WEF in Zusammenarbeit mit der Versicherung Zurich zeigt. In der Schweiz fürchten sich die Manager aller Branchen.

Cyberangriffe sind heute das grösste Risiko für Firmen. Zu diesem Resultat kommt die weltweite Befragung von rund 12‘000 Unternehmern und Managern aus gut 130 Ländern im Rahmen des „Regional Risks for Doing Business report.“

«Kein Risiko hat in der Schweizer Wirtschaft derart an Bedeutung gewonnen wie die Cyberkriminalität», sagt Stephan von Watzdorf, Leiter Cyberrisik Zurich Schweiz. Beliebte Ziele von Cyberattacken seien kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese hätten nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung, um in ihre IT-Sicherheit zu investieren, so von Watzdorf.

„Wir stellen fest, dass Hacker vermehrt sogenannte Ransomware, also Erpressungs-Schadprogramme verwenden, um Daten zu verschlüsseln und diese gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder freizugeben.“ Viele Schadenfälle sind auch auf so genannte Denial-of-Service-Attacken zurückzuführen, bei denen Hacker in einem Online-Shop gezielt derart viele Anfragen starten, dass der Shop nicht mehr einwandfrei funktioniert. Solche Angriffe führen teilweise zum kompletten Betriebsstillstand, der Mehrkosten und Umsatzeinbussen verursacht.

Man kann sich schützen
Zurich bietet spezielle Versicherungslösungen an für KMU’s. Die Cyberversicherung richtet sich an Unternehmen bis 50 Mitarbeiter und 20 Millionen Franken Umsatz. Sie deckt Haftpflicht-Fälle aufgrund einer Datenschutz-Verletzung, kommt auf für die Kosten zur Wiederherstellung von Daten und die Bereinigung von Viren sowie den Gewinnausfall im Fall eines Betriebsunterbruchs. Zusätzlich enthält die Cyberversicherung eine Rechtsschutzversicherungs-Komponente.

Vorbeugen
Auch die KMU selbst können Vorkehrungen gegen Angriffe treffen. „Zurich Schweiz möchte beispielsweise wissen, ob eine Firma sicher mit Passwörtern umgeht, ob sie die Mitarbeiter in Sicherheitsfragen schult, ob sie Daten regelmässig sichert und ob sie das Betriebssystem und Programme regelmässig aktualisiert“, erklärt von Watzdorf. Aufgrund der neuen EU-Datenschutzverordnung vom Mai 2018 ist überdies relevant, ob eine Firma sich an die Gesetze und Verordnungen hält.

Zusätzlich bietet Zurich Schweiz eine Cyber Security & Privacy-Lösung an, die sich an grössere Firmen und internationale Unternehmen richtet.

Die weiteren Risiken
Der Bericht nennt neben Cyberattacken weitere Risiken: In der Zeit nach der Finanzkrise beurteilen die befragten Firmenchefs Anlageblasen als zweitgrösstes Risiko. Eine Abkehr der Zentralbanken von der lockeren Geldpolitik könnte diese Blase platzen lassen. Sorgen bereiten den Wirtschaftsführern auch die Folgen der Migrationspolitik. Dazu kommt das Risiko von Datendiebstahl, das Schweizer Firmen als signifikant beurteilen. (Zurich/mc/ps)

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