AIG gibt nach Spartenverkauf Milliarden an die Aktionäre zurück

Robert Benmosche

AIG-CEO Robert Benmosche.

New York – Der vom Staat gerettete US-Versicherer AIG will nach dem Verkauf seiner Flugzeugleasing-Sparte eine Milliardensumme an seine Aktionäre zurückgeben. Der Verwaltungsrat habe dem Rückkauf eigener Aktien im Gesamtwert von bis zu zwei Milliarden US-Dollar zugestimmt, teilte der Versicherungskonzern in der Nacht zum Freitag in New York mit. Seit Anfang April seien bereits 418 Millionen Dollar in den Rückkauf eigener Papiere geflossen. Nach der jüngsten Entscheidung habe das Unternehmen nun 2,12 Milliarden Dollar für diesen Zweck zur Verfügung.

Der Verkauf der Flugzeugleasing-Sparte ILFC war AIG nach jahrelangen Versuchen im Mai geglückt. Neuer Eigentümer ist der niederländische Wettbewerber AerCap. AIG erhielt für ILFC 3 Milliarden Dollar in bar und rund 4,6 Milliarden Dollar in AerCap-Aktien. Ein Teil des Erlöses soll nun den Aktionären zugute kommen.

182-Mrd-Dollar-Rettungspaket
AIG war in der Finanzkrise durch Fehlspekulationen auf dem US-Häusermarkt an den Rand des Ruins gerückt. Der Staat sprang mit einem Rettungspaket über 182 Milliarden Dollar ein. Es war die teuerste Rettungsaktion jener Zeit. Die Schulden beim Steuerzahler sind mittlerweile beglichen und AIG schreibt nach der Rückbesinnung auf das klassische Versicherungsgeschäft wieder Gewinne. (awp/mc/ps)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.