Allianz Suisse: Solvabilität wird wichtiger Wettbewerbsvorteil

Manfred Knof

Allianz-Suisse-CEO Manfred Knof.

Zürich – Die Allianz Suisse will in Zukunft sowohl im Leben- als auch im Nichtlebengeschäft schneller als der Markt wachsen. Das Wachstum soll in beiden Geschäftsteilen über die Lancierung innovativer Produkte gefördert werden, erklärte Manfred Knof, CEO der Schweizer Allianz-Tochter, im Interview mit AWP. Knof sieht zudem die gute Solvabilität des Versicherers als Wettbewerbsvorteil.

In dem als gesättigt geltenden Schweizer Versicherungsmarkt gebe es durchaus Wachstumschancen, so Knof. Diese bieten sich etwa durch die Zuwanderung von gut qualifizierten Menschen. Ausserdem habe die Allianz Suisse als Allversicherungsanbieter in der Vergangenheit bewiesen, dass es in einzelnen Feldern durchaus Wachstumsmöglichkeiten gebe. Im Nichtlebenbereich dürfte der Markt um rund 0,5% und im Bereich Leben um 1,5% wachsen.

Einzelleben: Neue anlagegebundene Produkte
Dabei werde die Allianz in der Kollektivlebenversicherung weiterhin vom anhaltenden Trend bei kleineren und mittleren Unternehmen hin zur Vollversicherungslösung profitieren. «Vor allem in Zeiten von grosser Unsicherheit an den Finanzmärkten wissen es die Kunden zu schätzen, dass eine Versicherung ihnen dieses Anlagerisiko abnimmt», sagte Knof. In der Einzellebensparte sollen neue, anlagegebundene Produkte den rückläufigen Trend stoppen. In der Nichtlebensparte sollen innovative Serviceprodukte und Zusatzleistungen die Kundenbindung stärken. Die neuen Produkte würden zwar primär nicht zu einem starken Volumenanstieg führen, dafür aber zu einer Verbesserung der Profitabilität.

«SST geht in die richtige Richtung»
Der seit Anfang Jahr geltende Swiss Solvency Test (SST) geht gemäss Knof in die richtige Richtung und hat zu einem effizienteren Risikomanagement geführt. «Das risikobasierte Modell bedeutet auch mehr Transparenz für den Kunden, der seinen Vorsorgefranken sicher aufgehoben wissen will.» Mit den im laufenden Jahr eingereichten Daten zum SST dürfte die Allianz erneut im «grünen Bereich» der Vorgaben der Finanzmarktaufsicht liegen. Ausserdem sollte die Einführung der SST-Regeln für die Kunden nicht zu einem Prämienanstieg führen. (awp/mc/ps)

Allianz Suisse

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