AXA IM: Das geopolitische Risiko meldet sich zurück

Konjunktur
(Foto: Minerva Studio - Fotolia.com)

Zürich – Für die Anleger war der Februar ein erfreulicher Monat – alle Assetklassen lagen im Plus. Mit Ausnahme Japans stiegen die Aktienmärkte durchweg um rund 4%. Dem S&P 500 bescherte die höhere Risikobereitschaft Ende Februar ein neues Allzeithoch von 1859 Punkten. An den Rentenmärkten fielen die Staatsanleiherenditen und die Spreads, so dass vor allem risikoreichere Titel zulegten. Zu unserer Überraschung schnitten Emerging-Market-Assets, insbesondere Anleihen, besser ab als High-Yield-Anleihen oder ähnlich risikoreiche Anlagen.

Doch mit der russischen Militärintervention auf der Krim war die Krise in der Ukraine plötzlich mehr als nur ein lokales Problem. Auch wenn wir nicht mit einer militärischen Antwort des Westens rechnen, sind die geopolitischen Risiken unserer Einschätzung nach deutlich gestiegen. Das dürfte den Finanzmärkten zusetzen, obwohl die Risiken für die Weltwirtschaft noch begrenzt sind. Eine Eskalation der Krise – sowohl die USA als auch die EU haben sich für den Fall einer russischen Annexion der Krim Sanktionen vorbehalten – würde sich in erster Linie über die Rohstoffpreise und die Verunsicherung der Finanzmärkte auswirken. Momentan halten wir das Risiko für gering, aber diese instabile Situation muss genau verfolgt werden.

Im Überblick

  • Die russische Intervention auf der Krim hat die Märkte erschüttert. Sie fürchten eine Eskalation, die, obwohl in niemandes Interesse, ein systemisches Risiko ist. Eine militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und den USA steht nicht zur Debatte, aber ein Bürgerkrieg in der Ukraine ist nicht auszuschließen. Sanktionen gegen Russland könnten die Rohstoffpreise steigen lassen und die Erholung in Europa bremsen. Die USA wären weniger betroffen.
  • Die Konjunkturindikatoren von Anfang März stützen unsere Erwartung einer Erholung der Weltwirtschaft. Die US-Wirtschaft litt im 1. Quartal unter schlechtem Wetter, dürfte im 2. Quartal aber umso stärker wachsen. Die Erholung in Europa ist uneinheitlich, aber intakt. Finanzturbulenzen setzen den Emerging Markets zu. Trotzdem wachsen sie weiter, wenn auch langsamer als 2013.
  • Kurzfristig bleiben wir in Aktien und Anleihen neutral gewichtet. Anleihen sind nach der jüngsten Rallye risikofreier Wertpapiere jetzt noch teurer. An den Emerging Markets raten wir weiter zur Vorsicht, da noch mehr Kapital abfließen könnte. Eine unerwartete Eskalation in der Ukraine könnte die derzeit ruhigen Märkte destabilisieren.

AXA IM Investmentstrategie März 2014

 

AXA Investment Managers
AXA Investment Managers (AXA IM) ist ein Multi-Experte in der Vermögensverwaltung und gehört zur AXAGruppe, einer der grössten internationalen Versicherungsgruppen und bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. AXA IM ist mit rund 547 Mrd. Euro (Stand: 31. Dezember 2013) verwaltetem Vermögen einer der grössten in Europa ansässigen Asset Manager. Mit gut 2100 Mitarbeitern ist AXA IM weltweit in 22 Ländern tätig.

Multi-Experte
Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäss den Kundenbedürfnissen zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

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