AXA Winterthur: Berufliche Vorsorge 2015 – Versicherte profitieren von gutem Ergebnis

Thomas Gerber

Thomas Gerber, Leiter Leben bei AXA Winterthur. (Bild: AXA Winterthur)

Winterthur –  Seit einigen Jahren setzt die AXA in der beruflichen Vorsorge vermehrt auf teilautonome Lösungen, während sie in der Vollversicherung bewusst eine selektive Zeichnungspolitik verfolgt. Für das Jahr 2015 verzeichnete die AXA bei der Vollversicherung einen Neugeschäftsrückgang von 32 Prozent bei gleichzeitig hoher Kontinuität bei den Bestandeskunden. Im teilautonomen Geschäft bestätigt die Zunahme von 8 Prozent im Neugeschäft die steigende Kundennachfrage. Insgesamt sanken die Prämieneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 160 Millionen Franken (-2,1 Prozent). Die Einmaleinlagen, welche ausschliesslich aus dem Vollversicherungsgeschäft stammen, gingen um 3,8 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken zurück. Die Jahresprämien in der Vollversicherung und im teilautonomen Geschäft blieben mit 3,3 Milliarden Franken konstant.

Im Geschäft, das der Mindestquote unterstellt ist, verzeichnete die AXA im Berichtsjahr einen massgebenden Umsatz von 2,5 Milliarden Franken. Davon wurde den Versicherten ein Anteil von 91 Prozent oder 2,2 Milliarden Franken zugewiesen. Die Versicherten erhielten dies in Form von Leistungen (1,6 Milliarden Franken), als Aufbau von zusätzlichen Rückstellungen für künftige Leistungen (572 Millionen Franken) und als Zuweisung an den Überschussfonds (111 Millionen Franken). Zudem wurden den Versicherten aus dem Überschussfonds 254 Millionen Franken zugeteilt. Das Betriebsergebnis der AXA für das der Mindestquote unterstellte Geschäft der beruflichen Vorsorge belief sich auf 221 Millionen Franken vor Steuern (2014: 211 Millionen Franken). Die AXA stellt ihren Kunden in der Vollversicherung Garantien in der Höhe von 52 Milliarden Franken bereit.

Längeres Leben, längerer Rentenbezug
Die berufliche Vorsorge wird seit einigen Jahren immer anspruchsvoller. «Dafür gibt es viele Gründe – einer davon ist sehr erfreulich: Wir leben immer länger», sagt Thomas Gerber, Leiter Leben der AXA Winterthur. Die finanzielle Folge der Langlebigkeit und des damit einhergehenden längeren Rentenbezugs ist klar: Damit die gesetzlich vorgeschriebene Rente finanziert werden kann, muss heute für jeden Rentner und jede Rentnerin zusätzliches Kapital bereitgestellt werden. Dieses wird aus dem Anlageertrag und der Risikoprämie finanziert – zu Lasten jener Versicherten, die noch aktiv im Arbeitsleben stehen.

Die Sammelstiftungen der AXA haben im Sinne der Generationenfairness bereits Massnahmen gegen die systemfremde Umverteilung ergriffen: Bis 2018 wird in der Vollversicherung der Umwandlungssatz im Überobligatorium – also dort, wo gesetzlicher Spielraum für die Sammelstiftungen besteht – schrittweise auf 5 Prozent gesenkt. Diese Massnahme, die nur Neurentner betrifft, hat bereits Wirkung gezeigt: Der Umverteilungsanteil für Neurentner bewegte sich 2015 mit 257 Millionen Franken auf dem Niveau des Vorjahres. Eine weitere Steigerung dieser Umverteilung an Neurentner konnte somit gestoppt werden.

Die Umverteilung für laufende Alters- und Hinterlassenenrenten stieg dagegen von 250 Millionen Franken im 2014 auf 570 Millionen Franken. Diese Zunahme um 320 Millionen Franken ist auf zusätzliche technische Rückstellungen zur Sicherung der Rentenversprechen für laufende Renten zurückzuführen. Der Grund liegt in der verschärften und derzeit nicht absehbaren Veränderung der Tiefzinssituation in Verbindung mit der steigenden Lebenserwartung. «Die anhaltende Tiefzinssituation mit entsprechend sinkenden Anlageerträgen sowie die weiter steigende Lebenserwartung werden auch künftig viel Druck auf die berufliche Vorsorge ausüben. Mit den zusätzlichen Rückstellungen setzen wir uns verstärkt für langfristige Rentensicherheit ein», kommentiert Gerber.

Stabile Anlagerendite in schwierigem Tiefzinsumfeld
Die Kapitalerträge sind für die Verzinsung der Altersguthaben der Versicherten von grosser Bedeutung. «Unsere Anlagestrategie bringt Rendite und Sicherheit in Einklang. Eine ausreichende Rendite zu erzielen, ist derzeit allerdings sehr anspruchsvoll», erklärt Gerber. Das Schweizer Anlageteam konnte auch 2015 die Rendite auf den Kapitalanlagen im wirtschaftlich herausfordernden Tiefzinsumfeld stabil halten, nicht zuletzt durch Gewinnrealisierungen aus Veräusserungen von Anlagen. Der erwirtschaftete Anlageertrag im Kollektivgeschäft belief sich auf brutto 1,8 Milliarden Franken, was einer Rendite auf Buchwerten von netto 3,4 Prozent entspricht (2014: 3,33 Prozent). Die Altersguthaben der Versicherten wurden 2015 im Obligatorium und im Überobligatorium mit je 1,75 Prozent verzinst. (AXA Winterthur/mc/ps)

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