BEKB steigert Gewinn 2011 um 4,6% auf 130 Mio CHF

Berner Kantonalbank

Bern  – Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat im vergangenen Geschäftsjahr den Gewinn gesteigert und beantragt an der kommenden Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende. Mit den langfristig netto erarbeiteten Mitteln (NEM) liegt die Bank über dem Zielpfad. Der Reingewinn nach Steuern der BEKB erhöhte sich im Jahr 2011 um 4,6% auf 130 Mio CHF, wie die BEKB am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt.

Der mit anderen Kantonalbanken vergleichbare Gewinn vor Steuern stieg um 1,6% auf 163 Mio CHF. Den Aktionären soll eine auf 5,30 von 5,10 CHF je Aktie erhöhte Dividende ausbezahlt werden. Der Bruttogewinn belief sich vor dem Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen auf 232 Mio CHF nach 251 Mio im Vorjahr und ohne den Erfolg aus Veräusserungen auf 236 nach 254 Mio. Der Betriebsertrag sank leicht auf 500 nach 506 Mio.

Erfolg aus Handelsgeschäft legt deutlich zu
Der Betriebsertrag stammt zu einem Grossteil aus dem Zinsengeschäft, wo der Erfolg im Berichtsjahr leicht auf 355 (Vj 358) Mio CHF zurückging. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank auf 84,0 von 89,8 Mio, jener aus dem Handelsgeschäft wuchs auf 27,2 nach 22,7 Mio und der übrige Erfolg reduzierte sich auf 33,6 nach 35,7 Mio. Dem Betriebsertrag steht ein um 4,5% auf 264 Mio gestiegener Geschäftsaufwand gegenüber. Gründe für den Anstieg seien der Ausbau der Beratung, der höhere Marketingaufwand und gestiegene IT-Kosten. Die Kosten-Ertrags-Relation blieb aber im Zielbereich von 50 bis 55%. Die Bank hat in der Berichtsperiode Rückstellungen im Umfang von 20,3 Mio gebildet.

Steigerung der Kundenausleihungen
Die BEKB konnte die Kundenausleihungen (ohne öffentlich-rechtliche Körperschaften) im abgelaufenen Jahr um 3,9% auf 17,2 Mrd CHF steigern. Die Hypothekarforderungen sind ebenfalls um 3,9% auf 16,2 Mrd angestiegen. Dabei sei die Qualität des Kreditportfeuilles gut geblieben. Die sogenannt unproduktiven Ausleihungen machen weniger als ein Prozent am gesamten Bestand aus. Aufgrund des tiefen Zinsniveaus seien vermehrt Hypotheken mit festen Laufzeiten abgeschlossen worden. Die Festhypotheken machten Ende 2011 knapp 87% (82%) am Hypothekenbestand aus.

Bank sieht sich «solide» finanziert
Mit Kundengelder wie Spareinlagen, Kassenobligationen und andere Verpflichtungen gegenüber Kunden von 20,5 (19,6) Mrd CHF sei die Geschäftstätigkeit der BEKB solide refinanziert. Dabei sei die Beratung und Betreuung privater Anlagekunden sowie das Geschäft mit institutionellen Kunden ausgebaut worden. Insgesamt sind Netto-Neugelder im Umfang von 262 Mio zugeflossen und die betreuten Kundenvermögen beliefen sich auf 19,7 Mrd. Die Verwaltungsmandate betrugen 4,4 Mrd.

Starke Eigenmittelausstattung

Die Bilanz der BEKB sei mit einer Eigenmittelquote von 7,7% und einem BIZ Tier-1-Ratio von 18,3% solide. Inklusive Wertberichtigungen und Rückstellungen mache die risikotragende Substanz mehr als 10% an der Bilanzsumme aus, heisst es weiter. Die Bilanzsumme hat sich auf 25,2 Mrd erhöht, das Eigenkapital betrug 1,38 Mrd. Die BEKB strebe zudem nach wie vor ein Renditeziel von 2 bis 4% über dem risikolosen Zinssatz an.

Langfristig neu erarbeitete Mittel über Zielsetzung
Beim langfristig ausgelegten Ziel, in den Jahren 2003 bis 2012 netto erarbeitete Mittel (NEM) von 800 Mio bis 1 Mrd CHF zu erwirtschaften, liegt die Bank per Ende 2011 mit 1’150 Mio über der Zielsetzung. Davon seien 120 Mio im vergangenen Jahr geschaffen worden. Die bis 2012 netto erarbeiteten Mittel sollen im Verlauf der Zehnjahresperiode je zur Hälfte den Eigentümern ausgeschüttet beziehungsweise für die Entwicklung der Bank verwendet werden, so die Mitteilung. (awp/mc/upd/ps)

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