BSI 2011: Geschäftsertrag sinkt, Gewinn steigt

Stefano Coduri

BSI-CEO Stefano Coduri.

Lugano – Die Bank BSI hat im vergangenen Jahr etwas mehr verdient. Der Gewinn der ältesten Tessiner Bank stieg um 1,7% auf 58,1 Mio CHF. Gut entwickelten sich die Kundengelder: Die Nettoneugeldzuflüsse legten um 8,8% bzw. 6,7 Mrd CHF zu, schreibt die Bank in einer Medienmitteilung. Die verwalteten Vermögen stiegen trotz des starken Schweizer Frankens und der anhaltend negativen Entwicklung an den Finanzmärkten um 1,9% auf 77,7 Mrd CHF.

Gemäss CEO Stefano Coduri ist es der BSI Gruppe trotz weltweit schwierigen wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen gelungen, ein positives Ergebnis zu erzielen. Abschläge musste die Bank beim Geschäftsertrag hinnehmen: Er reduzierte sich um 6,4% auf 834,1 Mio CHF. Dies sei vor allem auf das niedrigere Zinsniveau, den starken Franken und das anhaltend vorsichtige Verhalten der Kunden an den Finanzmärkten zurückzuführen.

Erfolgreiches Zinsgeschäft
Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft belief sich auf 217,9 Mio CHF, was einer Zunahme von 7,1% gegenüber 2010 entspricht und primär den gestiegenen Kundeneinlagen zuzuschreiben war. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verringerte sich um 7% auf 430,4 Mio CHF. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm um 8,1% auf 140 Mio CHF ab. Ausschlaggebend für diese Ergebnisse war die vorsichtige Investitionshaltung der Kunden.

Die Bilanzsumme machte einen Sprung von 63,4% auf 32,2 Mrd CHF. Dies sei vor allem den höheren Kundeneinlagen zuzuschreiben, sagt die Bank.

Seit März in Hongkong operativ tätig
BSI befindet sich zudem auf Expansionskurs: Ende 2011 hat das Geldinstitut eine Bankenlizenz in Hongkong erhalten. Seit März ist sie in der fernöstlichen Finanzmetropole operative tätig. Auch an den traditionellen Märkten, insbesondere in der Schweiz, habe die Gruppe die Marktposition weiter gefestigt. Dies sei der Mehrkanal-Strategie zu verdanken, im Segment der externen Vermögensverwalter (External Asset Manager) sowie bei der mit Generali Schweiz entwickelten Genera-Produktreihe, so die Gruppe. (awp/mc/pg)

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