BVG-Kommission für tieferen Mindestzinssatz von 1,5%

Claude Frey

Kommissionspräsident Claude Frey.

Bern – Die Kommission für berufliche Vorsorge will den Mindestzinssatz für die Pensionskasse per 2012 von 2 auf 1,5% senken. Dies empfiehlt sie dem Bundesrat. Wie die BVG-Kommission am Donnerstag mitteilte, haben sich ihre Mitglieder mehrheitlich für die Senkung ausgesprochen. Das letzte Wort hat jedoch der Bundesrat.

Die Vorschläge der Kommissionsmitglieder reichten von 1 bis 2%. Wie Kommissionspräsident Claude Frey auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, war in der internen Abstimmung 1 versus 2% eine deutliche Mehrheit für eine Senkung: 12 Mitglieder stimmten dafür und 5 dagegen bei einer Enthaltung.  In der Abstimmung 1 gegen 1,5% haben sich laut Frey 10 Mitglieder für den höheren Satz ausgesprochen, 8 waren für 1%. Enthaltungen gab es keine, dafür «eine starke Minderheit» für den noch tieferen Satz von 1,25%, wie Frey sagte.

Berechnungsmethode
Grundlage der Diskussion in der Kommission ist laut Mitteilung eine Berechnungsmethode, welche die BVG-Kommission dem Bundesrat 2009 empfohlen hat. Entscheidend für die Höhe des Satzes sind insbesondere der langfristige Durchschnitt der Bundesobligationen sowie die Entwicklung von Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Nach dieser Berechnungsmethode ergebe sich ein Zinssatz von 1,5%. Dieser Zinssatz legt fest, zu welchem Satz das Vorsorgeguthaben der Versicherten im BVG-Obligatorium mindestens verzinst werden muss. (awp/mc/upd/ps)

Bundesrat

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