Cembra Money Bank steigert Gewinn im Halbjahr deutlich

Holger Laubenthal
Holger Laubenthal, CEO Cembra Money Bank. (Foto: Cembra)

Zürich – Die Konsumkreditbank Cembra Money Bank ist im ersten Semester 2022 gewachsen und hat den Gewinn deutlich gesteigert. Das zweite Halbjahr dürfte nicht zuletzt im Zeichen der Lancierung der neuen Kreditkarten-Marke Certo stehen, die Cembra nach dem Aus der Partnerschaft mit der Migros Bank lanciert hat.

Insgesamt erhöhte die Bank in den ersten sechs Monaten des Jahres den Geschäftsertrag um 6 Prozent auf 250 Millionen Franken, wie Cembra am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 90,6 Millionen Franken, was einem Anstieg gegenüber der Vorjahresperiode um 15 Prozent entsprach.

Kreditkartenforderungen gestiegen
Die gesamten Nettoforderungen gegenüber den Kunden des Kreditinstituts beliefen sich auf 6,4 Milliarden Franken. Gegenüber dem Stand von Ende 2021 entspricht dies einer Zunahme um 4 Prozent.

Im Geschäft mit den Privatkrediten erhöhten sich die Forderungen in den ersten sechs Monaten des Jahres um 2 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken. Deutlicher stiegen die Kreditsumme im Bereich Fahrzeugfinanzierungen, die um 4 Prozent auf 2,9 Milliarden zunahmen.

Wachstumstreiber war das Kreditkartengeschäft, das von der Aufhebung der Covid-Restriktionen profitierte und wo Cembra bis Mitte des Jahres unter anderem mit der Migros die Cumulus-Kreditkarte herausgab. Hier kletterten die Nettoforderungen gar um 8 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken. Die Transaktionsvolumina erhöhten sich gegenüber der Vorjahresperiode um 18 Prozent. Die Anzahl herausgegebener Karten stieg im Jahresverglich um 4 Prozent auf 1,09 Millionen Stück.

Strategische Initiativen umsetzen
Die Kosten reduzierten sich im Semester derweil um 2 Prozent auf 122,0 Millionen Franken. Zurückzuführen war dies nicht zuletzt auf einen tieferen Personalaufwand bei einer niedrigeren Anzahl Vollzeitstellen. Das Aufwand/Ertrags-Verhältnis verbesserte sich auf 48,8 Prozent im Vergleich zu 52,6 Prozent in der Vorjahresperiode.

Im laufenden Jahr will Cembra seine strategischen Initiativen weiter umsetzen. Dabei stelle die kürzlich erfolgte erfolgreiche Lancierung der neuen Kreditkartenfamilie Certo einen wichtigen Schritt dar, heisst es. Die Umstellung auf das neue Kreditkartenangebot und die Investitionen in die IT-Transformation würden sich wie angekündigt auf die Erträge und Kosten auswirken, heisst es.

Die Bank bestätigt auch ihren Ausblick: 2022 will sie ein «robustes Geschäftsergebnis» und eine Eigenkapitalrendite von 13-14% zu erzielen. Zudem erwartet sie für 2022 weiterhin eine «solide Verlustquote» und bestätigt ihre Mittelfristziele. (awp/mc/ps)

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