Cembra Money Bank steigert im Halbjahr Ertrag

Cembra Money Bank steigert im Halbjahr Ertrag
Robert Oudmayer, CEO Cembra Money Bank. (Foto: Cembra Money Bank)

Zürich – Die Konsumkreditbank Cembra Money Bank hat im ersten Halbjahr 2019 von klar höheren Forderungen und einem anhaltenden Wachstum im Kreditkartengeschäft profitiert und den Ertrag weiter gesteigert. Der Gewinn stieg dagegen nur leicht an. Die Bank kündigt zudem den Einstieg in das Geschäft mit Online-Finanzierungen für kleine Unternehmen an.

Die Bank erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Jahres um 5 Prozent höhere Nettoerträge von 222,6 Millionen Franken, wie die Cembra Money Bank am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich stieg der Reingewinn um 1 Prozent auf 78,6 Millionen Franken. Das Institut bestätigte damit die Eckdaten, die es Anfang Juli bei der Ankündigung der Übernahme der Konkurrentin Cashgate gemacht hatte.

Forderungen auf Rekordhöhe
Die Nettoforderungen gegenüber den Kunden erhöhten sich im Halbjahr um 4 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 5,02 Milliarden Franken. Verhaltener entwickelte sich dabei das Privatkreditgeschäft mit einem Anstieg der Forderungen um 1 Prozent. Deutlich angestiegen sind die Nettoforderungen dagegen im Bereich Fahrzeugfinanzierung mit einem Plus von 4 Prozent.

Im Kreditkartengeschäft, wo die Cembra Money Bank unter anderem mit der Migros die Cumulus-Kreditkarte herausgibt, erhöhte sich die Anzahl der ausgegebenen Karten um weitere 11 Prozent auf neu 946’000 Stück. Die Nettoforderungen in dem Geschäft wuchsen um 10 Prozent.

Deutliches Ertragswachstum
Das Wachstum der Erträge wurden weiter vom Ertrag aus Kommissionen und Gebühren getrieben, der wegen des Wachstums im Kreditkartengeschäft um 11 Prozent auf 67,6 Millionen zulegte. Der Zinserfolg wuchs um 2 Prozent auf 155,1 Millionen Franken.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich derweil mit einem Plus von 14 Prozent auf 103,6 Millionen stark. Der Personalaufwand stieg dabei bei 71 zusätzlichen Vollzeitstellen um insgesamt 8 Prozent. Der Sachaufwand erhöhte sich gar um 24 Prozent, was das Institut auf fortgesetzte Investitionen in Informationstechnologie und Wachstumsinitiativen sowie Kosten im Vorfeld der Akquisition von Cashgate zurückführt.

Neues Geschäft
Zudem kündigt Cembra den Einstieg in das Geschäft der Online-Finanzierungen für kleine Unternehmen für das vierte Quartal 2019 an. Dazu hat das Institut eine Kooperation mit der in Berlin ansässigen Spotcap Global Services vereinbart. Das deutsche Unternehmen werde für das geplante Angebot die IT-Plattform bereitstellen.

Zur Finanzierung der Anfang Juli angekündigten Cashgate-Übernahme hat Cembra mit Platzierungen von Einlagen, nachrangigen Anleihen sowie Hybridkapital und Eigenkapital bereits Transaktionen von „über 1 Milliarde Franken“ getätigt, wie es weiter hiess. Damit sei 70 Prozent der zugesagten Brückenfinanzierung bereits ersetzt.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 erwartet Cembra, wie bereits Anfang Monat mitgeteilt, einen Gewinn pro Aktie von 5,20 bis 5,50 Franken. Zudem strebt das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende „mindestens in der Höhe des Vorjahres“ (3,75 Franken pro Aktie) an. (awp/mc/ps)

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