Chef von Rettungsfonds ESM rechnet mit drittem Athen-Hilfspaket

Klaus Regling
Klaus Regling, Chef des Euro-Rettungsfonds ESM.

Klaus Regling, Chef Rettungsfonds EFSF

Washington – Griechenland wird nach Ansicht des Chefs des Euro-Rettungsfonds ESM,  Klaus Regling, wohl ein drittes Rettungsprogramm benötigen. Ein weiteres Hilfspaket sei sehr wahrscheinlich, bekräftigte Regling am Donnerstag in Washington auf einer Konferenz der Bertelsmann Stiftung.

Es zeichne sich ab, dass sich Griechenland 2014 noch nicht selbstständig am Markt Geld borgen könne über neue Staatsanleihen. Zuvor hatte schon Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erklärt, dass ein drittes Rettungspaket für Athen möglich sei.

Aktuelles Griechenland-Programm EU endet Ende 2014
Das aktuelle Griechenland-Programm der Europäer hat eine Laufzeit bis Ende 2014, der Internationale Währungsfonds (IWF) gewährt noch bis zum 1. Quartal 2016 Hilfen. Über ein mögliches drittes Hilfspaket wollen die Europäer nach jetzigem Stand Mitte nächsten Jahres entscheiden. Zuletzt wurde über eine Grössenordnung von zehn bis elf Milliarden Euro spekuliert. Möglich sind Kreditverlängerungen und weitere Zinsnachlässe. Einen Schuldenschnitt, der zulasten der öffentlicher Geldgeber gehen würde, lehnt Berlin strikt ab.

Im laufenden Programm muss bis Ende 2014 noch eine Lücke von 4 bis 4,5 Milliarden Euro geschlossen werden. Diese war in der Vergangenheit mit der bisher schleppenden Privatisierung begründet worden sowie mit Problemen bei der Rückführung von Gewinnen nationaler Notenbanken aus dem Ankauf griechischer Anleihen an Athen.(awp/mc/cs)

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