CS erhöht Rückstellungen für US-Rechtsstreitigkeiten

Brady Dougan
Blooberg & Bernhard Bauhofer Credit Suisse

CS-CEO Brady Dougan. (Copyright: Credit Suisse)

Berlin – Die Grossbank Credit Suisse legt mehr Mittel zurück für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Hypothekenpapieren in den USA. Für das vierte Quartal 2014 sei die Vorsorge dafür um 277 Mio. Fr. angehoben worden, teilte die Bank am Freitagabend mit.

«Entwicklungen bei branchenweiten Rechtsstreitigkeiten und Untersuchungen in den USA bezüglich Hypotheken» hätten zur Erhöhung der Rückstellungen geführt, heisst es in der CS-Mitteilung. Weitere Details nennt das Finanzinstitut nicht.

Streitigkeiten um problematische Hypotheken-Geschäften, die als Mitauslöser der Finanzkrise 2008 gelten, haben Grossbanken weltweit schon Unsummen gekostet. Erst am Mittwoch hatte die Grossbank Morgan Stanley angekündigt, nach jahrelangen Verhandlungen 2,6 Mrd. Dollar im Hypotheken-Streit an US-Behörden bezahlen zu müssen.

Reingewinn gesunken
Die CS passte wegen der höheren Rückstellungen auch ihre bereits veröffentlichten Resultate für das Geschäftsjahr 2014 an. Der Reingewinn sank von 2,1 Mrd. Fr. auf 1,875 Mrd. Franken. Über die Höhe der Rückstellungen macht die Bank keine Angaben.

Ebenfalls erhöht hat die Bank die Bandbreite für Kosten aus Verfahren, welche nicht durch Rückstellungen gedeckt sind. Die Schätzung liegt neu zwischen 0 Franken und 1,8 Mrd. Franken. Zuvor lag der Maximalwert bei 1,3 Mrd. Franken. (awp/mc/ps)

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