Dänen schliessen sich Stabilitätspakt an

Lars Løkke Rasmussen

Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen.

Kopenhagen – Dänemark will sich beim bevorstehenden EU-Gipfel dem Euro-Stabilitätspakt anschliessen, obwohl das Land weiter seine eigene Währung hat. Für einen entsprechenden Vorschlag von Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen sprach sich eine grosse Mehrheit im Kopenhagener Parlament „Folketing“ unter Einschluss der oppositionellen Sozialdemokraten aus.

Mit dem vor allem von Bundeskanzlerin Angela Merkel geforderten Stabilitätspakt sollen die Euro-Länder zu sparsamer Haushaltspolitik und mehr Übereinstimmung in der Steuer- und Sozialpolitik angehalten werden. Dies stimme mit den Zielen der dänischen Regierungspolitik überein, meinte Rasmussen.

Schweden will nicht in Stabilitätspakt
Dänemarks Bevölkerung hat die Einführung des Euros bei einer Volksabstimmung im Jahr 2000 abgelehnt. Im benachbarten Schweden, wo ebenfalls mit einem Referendum 2003 der Euro als Landeswährung abgelehnt wurde, hat Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt signalisiert, dass sein Land sich nicht dem Stabilitätspakt anschliessen will. Als Grund gilt die fehlende parlamentarische Mehrheit in dieser Frage für Reinfeldts Minderheitsregierung. (awp/mc/ps)

Europäische Zentralbank (EZB)

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