Der heilige Rekord und die extreme Gier

Der heilige Rekord und die extreme Gier

Wegen Corona stecken die USA in einer schweren Wirtschaftskrise. Doch das Börsenbarometer Dow Jones knackt die Marke von 30 000 Punkten. Wie die Anleger reagieren und womit Marktstrategen rechnen.

Der Auftritt von US-Präsident Donald Trump dauerte nur eine Minute und zwölf Sekunden, aber er hatte es in sich. Denn der US-Präsident zeigte sich vor der versammelten Washingtoner Hauptstadtpresse regelrecht verzaubert von einer großen Zahl. Es war die elegante 30 000, die es dem US-Präsidenten so sehr angetan hatte. «Das ist eine heilige Zahl», sagt Trump.

Was den US-Präsidenten in solche Verzückung versetzte, war das US-Börsenbarometer Dow Jones. Zum ersten Mal in seiner Geschichte hatte der Kursanzeiger nur wenige Minuten zuvor diese runde Latte übersprungen und mit mehr als 30 000 Punkten einen Allzeithoch markiert. Ein Börsenrekord, der dem Präsidenten gegen Ende seiner Amtszeit so gelegen kommt wie nie: Kaum ein Mann im Weissen Haus hat den Lauf des wohl meistbeachteten Börsenbarometers der Welt so sehr zu seinem persönlichen Erfolgsmesser stilisiert wie Trump.

Dabei hat an diesem Dienstag wohlgemerkt nicht Trump den Index um 1,5 Prozent ins Plus gehievt und damit über die runde Latte geschoben. Der Kurssprung war eher darauf zurückzuführen, dass Trump am Montag nach vielen Tagen der Unklarheit auch offiziell die ersten Weichen für seine Amtsübergabe an den wohl zukünftigen Präsidenten Joe Biden ebnete – und bei Anlegern die Angst vor einem Nachwahlchaos endgültig verebbte.

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