Deutsche Börse und NYSE: Rückendeckung für Fusion

Duncan Niederauer

NYSE-CEO Duncan Niederauer.

New York – Die Deutsche Börse und die NYSE Euronext haben einflussreiche Befürworter für ihre Fusion gefunden. Die beiden Aktionärsberatungen Institutional Shareholder Services (ISS) und Glass Lewis empfehlen den NYSE-Anteilseignern, auf einer eigens anberaumten Hauptversammlung am 7. Juli in New York für den Zusammenschluss zu stimmen.

Ein Anteil von 40 Prozent am neuen, weltgrössten Börsenbetreiber sei ein gutes Angebot und die NYSE-Seite sei in der neuen Börsenführung stark vertreten, begründete ISS die Empfehlung. Glass Lewis erklärte, die NYSE stelle sich durch den Zusammenschluss mit den Deutschen gut auf, um in einer Börsenlandschaft mit immer grösseren Spielern zu bestehen.

Gewichtiges Wort
Die NYSE veröffentlichte die beiden Empfehlungen am Montag. Das Wort der Aktionärsberatungen – allen voran von ISS – hat in der Börsenwelt Gewicht. Die Organisationen beraten institutionelle Investoren wie etwa milliardenschwere Pensionsfonds darüber, wie sie auf Aktionärsversammlungen abstimmen sollen oder stimmen im Auftrag der Investoren gleich selbst ab.

Kartellrechtliche Segen stehen noch aus
NYSE und Deutsche Börse wollen ihren Zusammenschluss bis Ende des Jahres über die Bühne bringen. Bis dahin müssen die Börsenbetreiber aber neben dem Ja ihrer Aktionäre auch noch das Okay der Wettbewerbs- und Aufsichtsbehörden beiderseits des Atlantiks einholen. Vor allem unter US-Politikern hatte die Fusion unter Federführung der deutschen Seite für Skepsis gesorgt. (awp/mc/ps)

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