EFSF-Chef: Top-Bonität von Rettungsfonds nicht gefährdet

Klaus Regling
Klaus Regling, Chef des Euro-Rettungsfonds ESM.

EFSF-Chef Klaus Regling.

Berlin – Die Bestnote für den Euro-Rettungsfonds EFSF («AAA») bei der Geldbeschaffung ist nach Aussage von EFSF-Chef Klaus Regling nicht gefährdet. «Das «AAA» ist immer noch stabil und wird auch nicht in Frage gestellt», sagte Regling am Montag in Berlin bei einer Expertenanhörung des Haushaltsausschusses des Bundestages.

Eine mögliche Herabstufung Frankreichs als einer der wichtigsten Garantiegeber hätte natürlich Auswirkungen. Aber Frankreich stehe weder unter Beobachtung noch auf einer «Negativ-Watch-List» der Ratingagenturen als erste Stufe einer drohenden Herabstufung. «Das ist überhaupt nicht der Fall», betonte Regling.

Höchste Kreditwürdigkeit «richtig»
Es sei richtig gewesen und bleibe wichtig, dass der EFSF mit der höchsten Kreditwürdigkeit an den Kapitalmärkten agiere. Gerade in Krisenzeiten engagierten sich Investoren in Anleihen mit besten Bonitätsnoten «AAA». Sollten die nationalen Parlamente der Euro-Länder durch intensive Beteiligungsrechte den EFSF schwerer handhabbar machen, dann hätte dies Auswirkungen bei der Markteinschätzung, aber nicht auf das Rating des EFSF. Die richtige Balance zwischen Parlamentsbeteiligung und schnellem Agieren des Fonds hänge vom jeweiligen Instrument ab. Teils gehe es aber um nur ein, zwei Tage, wie beim Anleihenkauf auf dem Sekundärmarkt. Es wäre überlegenswert, dass der Bundestag per Telefonkonferenz bei Eilbedürftigkeit rasch zu Ergebnissen kommt. (awp/mc/ps)

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