Erste Anzeichen sichtbar: Europa hat Schlimmstes überstanden

Eurozone
(Bild: WimL - Fotolia.com)

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Zürich / Frankfurt – Nach mehreren Jahren düsterer Wirtschaftsnachrichten in Europa gibt es jetzt vorsichtige Anzeichen für eine Verbesserung des Geschäftsklimas, des Einzelhandels und der BIP-Daten. Ausserdem tritt die Eurozone aus einer technischen Rezession heraus, die über sechs aufeinanderfolgende Quartale anhielt. Darüber hinaus gibt es durch die Wiederwahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin einen Unsicherheitsfaktor weniger, was die Sorgen über die deutsche Politik mit Blick auf den Euro mildert. Europäische Aktienmärkte haben sich im vergangenen Jahr gut entwickelt und beispielsweise Smaller Company Indizes konnten in den letzten 12 Monaten um 35,8% in Pfund Sterling zulegen*, da Anleger nun einen optimistischeren Ansatz verfolgen.

Den Grundstein dafür legte eine im August 2012 gehaltene Rede des Europäischen Zentralbankpräsidenten, Mario Draghi, in der er erklärte, dass er tun würde, „was auch immer nötig sei“, um den Euro zu retten. Diese Aussage versicherte Anlegern, dass es in letzter Instanz einen Käufer für Staatsanleihen der Eurozone geben würde, was die Bedenken um die Zukunftsfähigkeit von südeuropäischen Regierungen minderte.

Wichtige Reformen durchgesetzt
Infolgedessen beschäftigten sich Anleger noch eingehender mit den Entwicklungen in der Eurozone, und obwohl Sparhaushalte und die Schuldenkrise Europa strapazierten (insbesondere die südeuropäischen Peripherieländer), konnten wichtige Reformen durchgesetzt werden. Mittlerweile sind erste Anzeichen dafür zu erkennen, dass die Volkswirtschaften das Schlimmste überstanden haben.

Im Baring Europe Select Trust konzentrieren wir uns darauf, attraktive Anlagechancen in kleineren und mittelgrossen Unternehmen in Kontinentaleuropa aufzuspüren. In diesem wenig analysierten Bereich ist es unser Ziel, solche Firmen ausfindig zu machen, die trotz des schwierigen Umfelds erfolgreich sind.

Zodiac im Fokus
Das französische Unternehmen Zodiac sticht als Beispiel für eine weltweit führende Gesellschaft mit guter Entwicklung heraus. Das Unternehmen rüstet Kabinen nach und baut Sitze und Sicherheitsausrüstungen in Flugzeuge ein, wenn Fluggesellschaften in ihre Flotten investieren. Auch bei der irischen Verpackungsfirma Smurfit Kappa konnte man eine bessere operative Leistung beobachten, durch die ein stabiler Cashflow generiert werden kann. Ausserdem übernahm das Unternehmen eine amerikanische Firma und profitierte von den Einsparungen infolge der Integration.

Unser Bottom-Up-Fokus auf europäische Smaller Companies bedeutet, dass unsere Sorge hauptsächlich der Leistung des einzelnen Unternehmens gilt. Anders gesagt, formen gesamtwirtschaftliche Faktoren unsere Ansicht, sie sind aber nicht der einzige Treiber für Anlageentscheidungen.

Allokationen Schweizer, der niederländische und französische Firmen
Als Ergebnis unseres Bottom-Up-Ansatzes hält der Trust derzeit umfangreiche Allokationen in Unternehmen der Schweiz, der Niederlande und in französischen Firmen. Zwar ist die wirtschaftliche Lage in Frankreich und in den Niederlanden weiterhin schwach, jedoch können holländische Unternehmen wie Aalberts, ein Spezialist für Industriemaschinen, eine lange internationale Erfolgsbilanz aufweisen und in Frankreich werden derzeit einige weltweit führende Gesellschaften auf ihrem Gebiet, wie Call-Center-Betreiber Teleperformance, zu attraktiven Bewertungen gehandelt.

Durch die relative Stabilität der Binnenwirtschaft in der Schweiz und das Potenzial des Landes zur Ankurbelung der Exportchancen, das von dem leichten Einbruch des Schweizer Franken gegenüber anderen wichtigen Währungen herrührt, konnten wir Anlageziele in verschiedenen Sektoren wie Chemie, Versicherungen und Produktionstechnik ausfindig machen.

Raum für weitere Kursgewinne bei europäischen Aktien
Zusammengefasst gab es in den vergangenen Jahren nicht viele positive Schlagzeilen in Bezug auf Europa, was verständlicherweise einige Anleger von Investitionen in der Region abhielt. Unser Ziel ist es, gute Unternehmen auf dem Kontinent zu finden, die attraktiv bewertet und in der Lage dazu sind, Wachstumschancen in ihren jeweiligen Nischenbereichen zu nutzen. Eine Erholung der europäischen Wirtschaft, wie wir sie unserer Meinung nach jetzt allmählich sehen, könnte in Anbetracht des derzeitigen Bewertungsniveaus einen Rahmen für weitere Kursgewinne bei europäischen Aktien bieten. (Baring Asset Management/mc/ps)

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