Euro-Rettungsschirm erreicht volle Schlagkraft

Euro-Rettungsschirm

Luxemburg – Der dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM hat seine volle Schlagkraft erreicht. Die 18 Staaten des Euro-Währungsraums haben die letzten Raten überwiesen, wie die Institution mit Sitz in Luxemburg am Donnerstag mitteilte. Nun stehen wie geplant 80 Milliarden Euro an Kapital bereit. Hinzu kommt noch mehr abrufbares Geld.

Mit der Kapitalsumme von 80 Milliarden Euro liege der ESM unter den internationalen Finanzinstitutionen weit vorne, erklärte ESM-Chef Klaus Regling. Dies sei ein «wesentlicher Faktor», warum Investoren dem ESM vertrauten. Der Rettungsschirm nutzt das Vertrauen, um zu günstigen Bedingungen Anleihen auszugeben. Damit finanziert er wiederum Hilfskredite an klamme Mitgliedsstaaten. Der ESM kann also weit mehr Geld verleihen als er an eingezahltem Kapital besitzt – und zwar nach eigenen Angaben maximal bis zu 500 Milliarden Euro. Der Grossteil von 450 Milliarden Euro wurde noch nicht abgerufen und steht notfalls zur Verfügung.

Der Rettungsschirm kann seit Oktober 2012 gegen strenge Auflagen Finanzhilfen an Euro-Länder gewähren. Der deutsche Anteil am ESM beträgt rund 27 Prozent. Dies entspricht rund 22 Milliarden Euro an eingezahltem und rund 168 Milliarden Euro an abrufbarem Kapital. (awp/mc/ps)

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